Kriminalität bekämpfen: Quintin will enger mit USA zusammenarbeiten

<p>Innenminister Bernard Quintin (r) will die Zusammenarbeit mit den US-Sicherheitsbehörden verstärken.</p>
Innenminister Bernard Quintin (r) will die Zusammenarbeit mit den US-Sicherheitsbehörden verstärken. | Foto: belga

Informationsaustausch im klar abgesteckten gesetzlichen Rahmen.

FBI-Direktor Kash Patel habe angeboten, belgische Polizisten im Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei ihrer täglichen Arbeit auszubilden, erklärte Quintin am Rande der UN-Generalversammlung in New York. Der Minister traf in Washington außerdem hochrangige Vertreter der CIA, der US-Drogenbehörde DEA und des Nationalen Sicherheitsrats.

Der bestehende Informationsaustausch solle innerhalb des geltenden gesetzlichen Rahmens verstärkt werden. Ziel sei es, mögliche Lücken bei der Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität zu schließen. Die USA seien außerhalb der Europäischen Union der wichtigste Verbündete Belgiens, sagte Quintin. Die Zusammenarbeit mit den US-Diensten bestehe bereits, müsse angesichts der Bedrohung durch den organisierten Drogenhandel aber ausgebaut werden.

Quintin hatte vor einigen Wochen im Kontext der Drogenkriminalität eine „nationale Dringlichkeit“ ausgerufen. Alle zuständigen Behörden sollten der Bekämpfung des organisierten Verbrechens höchste Priorität einräumen.

Der Minister verwies zudem auf die Bedeutung des bisherigen Informationsaustauschs. Dank eines Hinweises eines US-Dienstes sei in der Region Antwerpen frühzeitig eine Terrorzelle zerschlagen worden, die nach seinen Angaben einen Anschlag auf Persönlichkeiten geplant haben könnte.

Auch die Lage im Hafen von Antwerpen war Thema der Gespräche in Washington. Die Entwicklungen dort stünden besonders im Fokus der amerikanischen Sicherheitsbehörden, sagte Quintin. (belga/svm)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment