Die Gespräche sollen unter Begleitung eines Vermittlers stattfinden. Damit greifen die Gewerkschaften einen Vorschlag vom föderalen Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke (Les Engagés) auf, der am Dienstag eine externe Vermittlung ins Spiel gebracht hatte.
„Die repräsentativen Gewerkschaften haben beschlossen, Verhandlungen über die Nachtzulage der Fluglotsen in Charleroi unter Begleitung eines Vermittlers aufzunehmen“, erklärte Gewerkschafter Lennert Mervilde (VSOA/SLFP) am Mittwoch. Damit die Gespräche „in einem ruhigen Klima“ stattfinden könnten, werde der Streik mit sofortiger Wirkung ausgesetzt.
Die Gewerkschaften hoffen nun auf ein Entgegenkommen der Skeyes-Direktion. „Wir hoffen, dass auch Skeyes diese Gelegenheit nutzt und diese neue Verhandlungsrunde zu einer Vereinbarung führt, die von allen Seiten getragen wird und den sozialen Frieden wiederherstellt“, so Mervilde.
Im Mittelpunkt des Konflikts stehen die Nachtprämien der Fluglotsen in Charleroi. Hintergrund ist der geplante digitale Kontrollturm in Namur, von dem aus künftig der Flugverkehr an den Flughäfen Charleroi und Lüttich gesteuert werden soll. Die Fluglotsen aus Charleroi verlangen, dass ihre Nachtzulage an jene ihrer Kollegen in Lüttich angeglichen wird.
Seit dem 16. September hatten die Fluglotsen am Brussels South Charleroi Airport jede Nacht zwischen 22 und 8 Uhr die Arbeit niedergelegt. Dadurch mussten täglich mehrere Dutzend Flüge von und nach Charleroi gestrichen werden. Mit der sofortigen Aussetzung der Aktionen sollen nun zunächst die Verhandlungen wieder in Gang kommen. (belga/calü)

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