Obst und Gemüse sollten demnach vor dem Verzehr gründlich mit Wasser gewaschen werden. Bei Wurzel- und Knollengemüse wie Möhren und Kartoffeln empfiehlt die VSZ, dieses zusätzlich zu schälen. Unverpackte Lebensmittel, die unmittelbar mit Asche oder Ruß in Kontakt gekommen sind, sollten hingegen entsorgt werden.
Nach der bisherigen Einschätzung waren die Mengen an abgelagerter Asche und Staub zu gering, um die Böden erheblich zu belasten. Schadstoffe könnten sich allerdings unmittelbar auf Obst und Gemüse abgesetzt haben. Wie die Verbraucherschutzzentrale betont, handelt es sich dabei bislang um eine fachliche Einschätzung und noch nicht um ein abschließendes Untersuchungsergebnis.
VSZ fordert klare Informationen – auch in deutscher Sprache.
Auch die Qualität des Trinkwassers ist nach dem Vennbrand verstärkt in den Blick gerückt. Nach Angaben des wallonischen Umwelt- und Gesundheitsministers Yves Coppieters (Les Engagés) wurden bei den Kontrollen des Leitungswassers bislang keine gesundheitlich unzulässigen Werte festgestellt. Das Wasser könne daher weiterhin getrunken werden. Die Behörden wollen die Überwachung des Wassers bis Ende 2026 verstärkt fortsetzen. Vorsicht ist laut VSZ hingegen bei privaten Wasserquellen geboten, die nicht regelmäßig kontrolliert werden. Sieht das Wasser ungewöhnlich aus, riecht es auffällig oder ist es trüb, sollte es nicht getrunken werden, bevor eine Untersuchung stattgefunden hat.
Noch sind allerdings nicht alle Fragen zu den möglichen Folgen des Brandes beantwortet. So sollen auch Bodenproben genommen werden. Wo und wann diese Proben entnommen werden, auf welche Stoffe sie untersucht werden und wann Ergebnisse vorliegen, ist nach Angaben der Verbraucherschutzzentrale derzeit noch offen. Die Untersuchungen seien somit noch nicht abgeschlossen. Die VSZ fordert deshalb klare Informationen über die weiteren Ergebnisse – auch in deutscher Sprache. Sobald neue und verlässliche Erkenntnisse vorliegen, sollten diese der Bevölkerung verständlich mitgeteilt werden. Die Angaben der Verbraucherschutzzentrale beruhen auf Auskünften der Wallonie und der Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (Fasnk) sowie auf einer Mitteilung der deutschsprachigen Regionalabgeordneten Christine Mauel (PFF/MR). (red/nico)

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