An „Atlas Nexus“ beteiligten sich 34 Länder aus Lateinamerika, der Karibik, Europa und weiteren Regionen. Insgesamt waren mehr als 8.680 Polizisten und Justizvertreter im Einsatz. Neben den Drogen stellten die Behörden rund 200 Waffen sowie Bargeld und Kryptowährungen im Wert von 135.000 Dollar sicher. Zudem wurden 18 Opfer ausfindig gemacht und betreut.
Im Fokus standen fünf Bereiche der organisierten Kriminalität: Drogenhandel, Menschenschmuggel, Dokumentenfälschung, illegaler Waffenhandel und Umweltkriminalität. Nach Angaben der föderalen Polizei konnten zahlreiche grenzüberschreitend agierende kriminelle Netzwerke identifiziert und zerschlagen werden.
Die Einsatzkräfte kontrollierten unter anderem 110 Flugzeuge, 28 Schiffe, 415 Fahrzeuge und 271 Container. Dafür wurden 28 Kontrollstellen in Häfen, an Flughäfen und entlang wichtiger Verkehrsachsen eingerichtet. Insgesamt vollstreckten die Behörden zudem 595 Durchsuchungsbeschlüsse.
Ziel sei es nicht allein gewesen, illegale Ladungen abzufangen, betonte die Föderale Polizei. Vielmehr sollten die dahinterstehenden Strukturen zerschlagen und ihnen die notwendigen Ressourcen entzogen werden.
Zu den besonderen Ermittlungserfolgen zählt die Entdeckung und Zerschlagung des ersten bekannten Labors zur Verarbeitung von Kokain in Irland. In Französisch-Guayana wurden zudem zwei illegale Goldminen entdeckt. Allein in Australien beschlagnahmten die Behörden 5,6 Tonnen Kokain.
Auch Belgien beteiligte sich an der Operation. Einzelheiten zu den Einsätzen hierzulande nannte die Polizei allerdings nicht. François Farcy, Direktor der föderalen Kriminalpolizei Lüttich, zeigte sich „sehr stolz“ auf die beteiligten Teams, die bereits seit 2022 an dem Projekt arbeiten. (belga/calü)

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