Die mobilen Scanner waren vor einigen Jahren als wichtiges zusätzliches Instrument im Kampf gegen den Drogenschmuggel eingeführt worden. Nach den Rekordmengen an beschlagnahmtem Kokain zu Beginn der 2020er-Jahre sollten die flexibel einsetzbaren Geräte die Kontrollen im Hafengebiet verstärken.
Insgesamt sollte der Zoll heute über drei fest installierte und sechs mobile Scanner verfügen. In der Praxis ist jedoch nur ein Teil davon uneingeschränkt nutzbar. Zwei der mobilen Geräte stehen laut ACOD bereits seit Monaten wegen Konstruktionsfehlern, Hydrauliklecks und mechanischer Probleme still. Der Hersteller soll den gesamten Sommer über mit mehreren Technikern vor Ort versucht haben, die Defekte zu beheben.
Vergangene Woche waren zudem zwei der drei fest installierten Scanner außer Betrieb. Bei den sechs mobilen Geräten sieht es ebenfalls schlecht aus: Nur eines sei vollständig einsatzbereit, zwei funktionierten überhaupt nicht und drei könnten lediglich eingeschränkt genutzt werden, so die Gewerkschaft.
„Nach wiederholten Beschwerden des Zollpersonals haben wir sämtliche Zahlen angefordert“, erklärt ACOD-Sprecher Luc Martony. Demnach hätten einige Geräte bereits seit Monaten mit erheblichen technischen Problemen und längeren Ausfällen zu kämpfen. „Bei manchen Geräten trat nach jedem Versuch, sie wieder in Betrieb zu nehmen, sofort ein neuer Defekt auf.“
Damit verliert der Zoll nach Einschätzung der Gewerkschaft ausgerechnet in einem der wichtigsten europäischen Häfen einen Teil seiner Kontrollkapazitäten. (belga/calü)

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