„Deutsche Schüler so schlecht wie nie“, so der Tenor angesichts der deutschen PISA-Resultate von 2025. Belgien steht nicht besser da, und die Resultate der DG sind geradezu katastrophal: In allen getesteten Bereichen ist die DG das belgische Schlusslicht und sogar Deutschland steht insgesamt besser da als wir. Hinzu kommt: Seit PISA 2015 verlor die DG in der Lesekompetenz 50, in Mathematik 48 und in Naturwissenschaften 30 Punkte.
Bildung ist nur bedingt quantifizierbar. Aber die Resultate sagen schon etwas aus, zumal in der DG flächendeckend getestet wurde. Vor allem die mangelnde Lesekompetenz ist alarmierend, denn wer nicht lesen kann, kann nicht lernen und schon gar nicht studieren. Den meisten Bürgern der DG ist dies wohl egal. Unsere Politiker zeigen sich zwar pflichtgemäß besorgt, gehen aber nach ein paar Krokodilstränen flugs wieder zur Tagesordnung über. Dabei ist die Sprache der DG unser Alleinstellungsmerkmal, ja sogar die einzige Berechtigung für unsere Autonomie. Wie peinlich!
Social Media, Handykonsum, Corona-Krise, fremdsprachige Schüler, familiäre Konflikte usw., all das senkt die schulischen Leistungen. Aber diese Probleme existieren überall, z.B. auch in England, wo die Kehrtwende gelungen ist, wie die PISA-Resultate zeigen. Seit 2010 wird in England nicht mehr kompetenzorientiert unterrichtet, im Vordergrund steht wieder das Fachwissen, dessen Erwerb erst die Voraussetzungen schafft für die Erlernung von Kompetenzen.
Die DG hat, unterstützt durch deutsche (!) Experten, ihr ganzes Unterrichtssystem umgekrempelt. Unterricht sollte kompetenzorientiert, schülerzentriert, differenziert, inklusiv und obendrein digital sein. Schule soll Spaß machen, niemanden überfordern, alle sollen „ihr“ Abitur bekommen. Dadurch sinkt natürlich das Unterrichtsniveau. Dass dabei angeblich mehr „Chancengleichheit“ (auch für Hochbegabte?) entsteht und der Zusammenhang zwischen schulischen Leistungen und sozialer Herkunft eine geringere Rolle spielt, ist eine logische Konsequenz und beileibe kein Verdienst der Unterrichtspolitik.
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