Brand im Hohen Venn: Erholung „nicht in wenigen Monaten“

<p>Nicht alle Gebiete des Hohen Venns sind für die Experten zugänglich.</p>
Nicht alle Gebiete des Hohen Venns sind für die Experten zugänglich. | Foto: belga

Insgesamt verbrannten rund 3.400 Hektar. Davon liegen etwa 2.200 Hektar im Naturschutzgebiet und 1.200 Hektar in Waldgebieten. Die von der Verwaltung der Wallonie ausgearbeitete Strategie enthält eine vorläufige Bestandsaufnahme und legt die Arbeiten fest, die in den kommenden Jahren anstehen.

Eine komplette Schadensanalyse liegt noch nicht vor, weil weiterhin nicht alle betroffenen Gebiete für Experten zugänglich sind. Die Schäden sollen deshalb genauer kartiert und die Folgen für Arten, Böden und Wasser untersucht werden. Auf dieser Grundlage beabsichtigt die Regierung, Prioritäten festzulegen und einen mehrjährigen Wiederherstellungsplan auszuarbeiten.

Vorgesehen sind zudem eine verstärkte Überwachung der Gewässer, zusätzliche Maßnahmen zur Brandprävention und eine schrittweise Wiedereröffnung des Gebiets. Dabei sollen Besucherzugang, Sicherheit und der Schutz besonders empfindlicher Lebensräume miteinander in Einklang gebracht werden.

Die Regionalregierung betont, dass mögliche Maßnahmen bereits vor Abschluss der vollständigen Analyse beginnen sollen. „Das Hohe Venn wird sich nicht in wenigen Monaten erholen“, erklärte Ministerpräsident Adrien Dolimont (MR). Wo dies bereits möglich sei, müsse gehandelt werden. Zugleich solle man sich bei den weiteren Entscheidungen auf Wissenschaftler und Fachleute vor Ort stützen. (belga/svm)

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