Palm hat den Betriebsrat über die Pläne informiert. Demnach sollen die Abfüllung von Flaschen und Fässern in Steenhuffel sowie die damit verbundenen unterstützenden Tätigkeiten schrittweise auf bereits bestehende Anlagen innerhalb der Unternehmensgruppe übertragen werden.
Royal Swinkels, das die Brauerei 2016 übernommen hatte, will nach eigenen Angaben die vorhandenen Produktionskapazitäten innerhalb des Konzerns effizienter nutzen. Gleichzeitig solle dadurch Spielraum für künftige Investitionen in belgische Marken und wachsende Marktsegmente geschaffen werden.
Bier wird weiterhin in Steenhuffel gebraut
Ein vollständiger Rückzug aus Steenhuffel ist allerdings nicht geplant. Die eigentliche Bierproduktion am Standort bleibt ebenso bestehen wie die Dosenabfüllung und das Verteilzentrum. Auch die kommerziellen Aktivitäten von Swinkels Belgium sowie die Tätigkeiten in Roeselare sollen von der Neuorganisation nicht betroffen sein.
Als Gründe für die geplanten Veränderungen nennt Royal Swinkels unter anderem sinkende Absatzmengen, veränderte Konsumgewohnheiten und wachsende Überkapazitäten in der Branche. Gleichzeitig näherten sich mehrere Abfüllanlagen dem Ende ihrer wirtschaftlichen Lebensdauer. Vor diesem Hintergrund habe der Konzern geprüft, wie die bereits vorhandenen Kapazitäten effizienter eingesetzt werden könnten.
Noch ist der Stellenabbau nicht endgültig beschlossen. Zunächst muss das gesetzlich vorgeschriebene Informations- und Konsultationsverfahren durchlaufen werden. Werden die Pläne anschließend bestätigt, könnte es zu einer kollektiven Entlassung von 33 Mitarbeitern kommen. Damit wäre knapp jeder vierte der derzeit 147 Arbeitsplätze am Standort betroffen. (belga/calü)

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