Der Anstieg zeichnet sich bereits seit Längerem ab. 2025 erhielt die Wirtschaftsinspektion 994 Meldungen zur gesetzlichen Garantie – 51 Prozent mehr als 2024, als 658 Fälle registriert wurden.
Besonders häufig kommt es zum Streit, wenn Händler eine Garantieleistung verweigern. Als Begründung werde dabei oftmals angeführt, dass das betreffende Produkt beschädigt oder vom Kunden falsch verwendet worden sei.
Gleichzeitig zeigt sich nach Angaben des Wirtschaftsministeriums, dass viele Verbraucher ihre Rechte bei mangelhaften Produkten nicht genau kennen. Beim Kontaktzentrum der Behörde gehören Garantie und Probleme nach dem Kauf inzwischen zu den häufigsten Themen. Allein in diesem Jahr gingen dazu bereits 825 Anfragen ein.
Dabei beschäftigen Verbraucher ganz unterschiedliche Fragen: Wie lange gilt die Garantie? Wer muss im Streitfall beweisen, wie ein Schaden entstanden ist? Gilt die Garantie auch für Zubehör wie Batterien? Auch die Regeln beim Kauf lebender Tiere sorgen für Fragen. Für deren Verkauf gelten seit 2024 neue gesetzliche Bestimmungen. Unklarheit herrscht zudem häufig darüber, welche Rechte Verbraucher haben, wenn ein Verkäufer oder Hersteller insolvent wird.
Mit einer einwöchigen Kampagne in den sozialen Netzwerken will das föderale Wirtschaftsministerium nun stärker über die gesetzlichen Garantierechte informieren. (belga/calü)
Weitere Informationen zu den Garantierechten und die Möglichkeit, Probleme zu melden, finden Verbraucher auf der Plattform ConsumerConnect des Wirtschaftsministeriums.

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