Gadisseur soll das Geld seiner Mandanten, das er auf sogenannten Anderkonten verwahren sollte, auf seine privaten Konten überwiesen und damit einen luxuriösen Lebensstil finanziert haben. Die Opfer befanden sich häufig in schwierigen Situationen, etwa bei Scheidungen, Erbschaftsstreitigkeiten oder Mietkonflikten.
Der Fall kam 2018 ins Rollen. Anfang 2019 wurde Gadisseur die Zulassung als Anwalt gestrichen. Wenig später wurde er verhaftet. Er saß rund acht Monate in Untersuchungshaft. Sieben Jahre nach Beginn der Ermittlungen kommt der Fall nun vor Gericht. Neben Gadisseur stehen auch sein Sohn und ein Buchhalter vor Gericht.
Die meisten Geschädigten haben bislang kein Geld zurückerhalten. Parallel läuft ein Zivilverfahren, in dem auch die Anwaltskammer zur Verantwortung gezogen werden soll. (belga/ag)

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