Beim ebenfalls mit einem 2:0 gegen Seraing erfolgreich in die Saison gestarteten Lokeren baute AS-Cheftrainer Felice Mazzu seine Mannschaft auf nur einer Position um: Im Mittelfeld erhielt Neuzugang Nadje den Vorzug gegenüber Keita. Der wiedergenesene Simakala saß im Daknamstadion zunächst auf der Bank – genau wie der gegen Jong Genk überzeugende Vidigal. Eigengewächs Théo Maréchal stand derweil zum zweiten Mal in Folge in der Startelf.
Lokeren 2:1 AS Eupen
Die ganz in Schwarz spielenden „Pandas“ kamen in Lokeren zu den ersten Offensivaktionen: Nach drei Minuten verpasste Van Genechten eine Flanke von Nadje, kurz darauf klärte Spegelaere eine Hereingabe von Nuhu in Richtung Kikas beinahe ins eigene Tor. Mit den mitgereisten AS-Fans im Rücken wurde Torwart Marco Hiller in der sechsten Minute erstmals geprüft, kurz darauf war er nach einem Abschluss von Pau erneut zur Stelle (9.).

Brenzlig wurde es für Eupen nach 20 Minuten: Ein vollkommen verunglückter Pass von Nadje landete direkt in den Füßen von Mabanza, der das direkte Duell mit Hiller jedoch verlor. Mit zunehmend mehr Drang nach vorne kam Lokeren nur Sekunden später zur nächsten Gelegenheit, als Mazouz nach einem Eckball lediglich das Außennetz traf (22.).
Für Eupen gab Nuhu nach 24 Minuten einen unangenehmen Schuss in Richtung Vervacke im Tor von Lokeren ab, insgesamt taten sich die Gäste offensiv jedoch schwer. „Mehr Tempo, mehr Bewegung“, forderte AS-Trainer Mazzu nach einer halben Stunde – das Angriffsspiel seiner Mannschaft kam nur schleppend in Fahrt. In der 34. Minute setzte Nadje einen Abschluss neben den Pfosten. Für Eupen sollte es bis zur Pause die letzte halbwegs gefährliche Offensivaktion bleiben.
Lokeren kam hingegen zu weiteren Gelegenheiten. Lloci schoss nach 41 Minuten zunächst über das Tor von Hiller, nur Sekunden später machte er es besser: Nach einer einstudierten Freistoßvariante kam er im Rücken der Eupener Defensive an den Ball und ließ Hiller keine Chance. 1:0 zur Pause – und damit stellte sich für Eupen wie schon gegen Jong Genk die Frage, ob die sich die „Pandas“ nach dem Seitenwechsel von ihrer besseren Seite zeigen würden.

Zum Start in die zweiten 45 Minuten griff Mazzu ein: Für Kikas kam Simakala auf den Platz. Zunächst blieb jedoch Lokeren im Vorwärtsgang. Hiller verhinderte in der 50. Minute das 2:0, ehe Eupen zwei Minuten später am Ausgleich vorbeischrammte. Nach einer starken Einzelaktion verfehlte Delaurier-Chaubet das Tor aus spitzem Winkel nur knapp.
In einem nun munteren Spiel standen bei Eupen gerade Vidigal und Fixelles zur Einwechslung bereit, als der Ball zum vermeintlichen 2:0 hinter Hiller im Netz einschlug (56.). Wegen des Verdachts auf ein vorausgegangenes Handspiel in der Entstehung des Treffers zog AS-Trainer Mazzu seinen Video-Joker – allerdings ohne Erfolg: Schiedsrichter Ledda gab den Treffer von Van Den Bergh. Der Druck auf Eupen nahm zu, die zündende Idee im Spiel nach vorn ließ auch mit frischen Kräften noch auf sich warten – zumindest bis zur 80. Minute. Vidigal besorgte nach Vorlage des gerade eingewechselten Youndje sehenswert den Anschlusstreffer.

Ein nun deutlich stärkeres Eupen durfte wieder auf Zählbares hoffen, als Lietaert eine gute Hereingabe von Delaurier-Chaubet auf Simakala beinahe ins eigene Tor lenkte. Kurz darauf verpassten Van Genechten per Kopfball (83.) und Simakala mit einem Seitfallzieher (86.) den Ausgleich. Mitten in der besten Phase der Gäste folgte der nächste Rückschlag: Delaurier-Chaubet sah nach einem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Die AS beendete die Partie somit in Unterzahl – und ohne Punkte.
Am kommenden Wochenende ist die AS Eupen spielfrei. Am 5. September treffen die Ostbelgier auswärts auf Club NXT.
Namen & Fakten
AS Eupen: Hiller - Gavory, Plastun, Paeshuyse, Van Genechten - Marechal, Müller, Nadje, Delaurier-Chaubet - Nuhu, Kikas
Wechsel: Simakala für Kikas (46.), Fixelles für Nuhu (59.), Vidigal für Maréchal (59.), Sulejmani für Müller (78.), Youndje für Gavory (78.)
Tore: 1:0 Lloci (42.), 2:0 Van den Bergh (56.), 2:1 Vidigal (80.)
Gelb-Rote Karte: Delaurier-Chaubet (88.)

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