Small Project Fund „People to People“: Unterstützung für drei Projekte aus der DG

<p>Auf dem Bütgenbacher See findet im September eine inklusive Segelmeisterschaft statt – eines von drei neu geförderten Projekten mit ostbelgischer Beteiligung.</p>
Auf dem Bütgenbacher See findet im September eine inklusive Segelmeisterschaft statt – eines von drei neu geförderten Projekten mit ostbelgischer Beteiligung. | Archivfoto: Allan Bastin

Insgesamt wurden 13 neue grenzüberschreitende Initiativen mit gut 665.000 Euro an europäischen Mitteln genehmigt. Über den Fonds sollen vor allem Begegnungen zwischen Menschen aus den sechs Partnerregionen unterstützt werden. Gefördert werden unterschiedliche Vorhaben aus den Bereichen Austausch, Bildung und Kultur, aber auch Projekte, die sich mit Inklusion, Nachhaltigkeit oder gesellschaftlichem Zusammenhalt beschäftigen.

Zu den drei Projekten mit ostbelgischer Beteiligung zählt eine inklusive Segelmeisterschaft, die am 19. und 20. September auf dem Bütgenbacher See stattfinden soll. Der Royal Yacht Club Warche organisiert die Regatta gemeinsam mit dem deutschen Verein Wir sind Wir Sailing. Menschen mit und ohne Beeinträchtigung sollen dabei gemeinsam segeln. Acht spezielle Boote vom Typ „RS Venture Connect“ stehen zur Verfügung. Teilnehmer aus Belgien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und weiteren Ländern werden erwartet.

Grenzüberschreitend ausgerichtet ist auch das Projekt „Mit der Gambe durch die Eifel“. Der deutsche Verein neuRaum und das Ostbelgienfestival verbinden dabei Musik mit Theater, Lesungen und Exkursionen. Inhaltlich geht es um die regionale Kultur und Geschichte sowie um die Kriegs- und Nachkriegszeit. Geplant sind unter anderem Konzerte, Wanderungen und Podcasts. Am 30. August ist eine Veranstaltung an der St.-Hubertus-Kapelle in Weweler vorgesehen, am 6. September an der St.-Walburgis-Kapelle in Vogelsang. Das Projekt läuft bis Ende Oktober.

Mit „PEER – Eine Reise durch die Vielfalt“ wird zudem ein inklusives Musik- und Theaterprojekt gefördert. Partner sind das Musikkollektiv Aachen und das ostbelgische Figurentheater Fithe aus Kelmis. Junge Menschen mit und ohne Behinderung bilden dabei ein gemeinsames Ensemble. Ausgehend von Henrik Ibsens „Peer Gynt“ entwickelt die Gruppe ein Theaterstück. Dabei sollen barrierefreie Methoden wie Leichte Sprache und Gebärdenunterstützung eingesetzt werden, wie es in einer Mitteilung heißt. Aufführungen sind in Aachen und Eupen geplant. Das Projekt läuft bis Ende Mai 2027.

Zur Halbzeit des Small Project Fund ziehen die Verantwortlichen eine positive Bilanz. Seit Beginn der Förderperiode wurden nach eigenen Angaben rund 300 Beratungsgespräche mit möglichen Antragstellern geführt. Insgesamt gingen 227 Förderanträge ein, von denen bislang 191 bewilligt wurden. 348 Partner aus den beteiligten Regionen sind inzwischen an den geförderten Projekten beteiligt. Nach Schätzungen der Verantwortlichen werden mit den bislang bewilligten Vorhaben mehr als 102.000 Teilnehmer erreicht. Auch in der zweiten Hälfte der Förderperiode sollen weitere Projekte unterstützt werden. Das Management des Fonds begleitet Interessenten dabei von der ersten Projektidee über die Antragstellung bis zur administrativen Abwicklung.

Der Small Project Fund „People to People“ gehört zum Interreg-Programm Maas-Rhein, das für die Grenzregion zwischen Belgien, den Niederlanden und Deutschland konzipiert ist. Finanziert wird er mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). (red/nico)

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