Am kommenden Dienstag ist noch ein Treffen zwischen Direktion und Gewerkschaften geplant. Ob damit der zweitägige Streik verhindert werden kann, ist derzeit offen.
Mit der 48-stündigen Aktion wollen die Gewerkschaften nach eigenen Angaben den Druck auf die Politik erhöhen. Hintergrund des Konflikts sind Ökoschecks im Wert von jährlich 100 Euro. Die Vereinbarung, auf deren Grundlage diese gewährt wurden, lief im vergangenen Jahr aus.
Anfang des Jahres hatte der wallonische Verkehrsbetrieb OTW, zu dem Letec gehört, darauf verwiesen, dass die Föderalregierung die Abschaffung der Ökoschecks plane. Als die entsprechenden Haushaltsmaßnahmen im Belgischen Staatsblatt veröffentlicht wurden, war eine Abschaffung jedoch nicht enthalten, erklärt Serge Delchambre von der Gewerkschaft CGSP Tram-Bus-Métro.
Die Gewerkschaften forderten daraufhin, die Ökoschecks auch 2026 zu erhalten. Die Direktion habe dies zuletzt unter anderem mit notwendigen Sparmaßnahmen abgelehnt.
Der im Juni vorgestellte öffentliche Dienstleistungsvertrag für Letec sieht bis 2029 Einsparungen von rund 20 Millionen Euro vor. Das entspricht etwas mehr als zwei Prozent des Gesamtbudgets.
Bei dem für Dienstag angesetzten Treffen sollen Direktion und Gewerkschaften über die allgemeinen Sparmaßnahmen beraten. Eine Einigung könnte den Streik noch verhindern. Zudem besteht weiterhin die Möglichkeit eines erneuten Schlichtungsversuchs zum Streit um die Ökoschecks.
Sollte es keine Lösung geben, rechnet Delchambre mit erheblichen Auswirkungen auf den Bus- und Straßenbahnverkehr. Das soziale Klima im Unternehmen sei derzeit angespannt. (belga/rt)

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