Fast 130.000 Patienten: Belgien erstattet immer mehr Diabetes-Medikamente

<p>In Belgien ist die Zahl der Patienten, die eine Erstattung für entsprechende Präparate erhalten, in den vergangenen Jahren stark gestiegen.</p>
In Belgien ist die Zahl der Patienten, die eine Erstattung für entsprechende Präparate erhalten, in den vergangenen Jahren stark gestiegen. | Illustrationsbild: dpa

Im vergangenen Jahr erhielten mehr als 128.750 Patienten eine Erstattung für Medikamente auf GLP-1-Basis. Zu den bekanntesten Präparaten dieser Art gehört Ozempic des dänischen Pharmakonzerns Novo Nordisk. Im Vergleich zu 2019, als die ersten entsprechenden Medikamente auf den belgischen Markt kamen, hat sich die Zahl der behandelten Patienten damit nahezu vervierfacht.

Zuletzt hatte sich der Anstieg allerdings etwas verlangsamt. 2025 kamen rund 11.000 Patienten hinzu, während es in den Jahren zuvor jeweils mehr als 15.000 gewesen waren.

In diesem Jahr könnte sich die Entwicklung jedoch wieder beschleunigen. Allein im Januar und Februar erhielten bereits 83.232 Patienten eine Erstattung für entsprechende Diabetes-Medikamente. Das sind fast so viele wie im gesamten Jahr 2022 und mehr als jeweils in den Jahren 2019, 2020 und 2021.

Mounjaro gewinnt an Bedeutung

Ein wesentlicher Grund für den erneuten Anstieg ist laut „L’Echo“ die wachsende Beliebtheit von Mounjaro. Das Medikament des US-Pharmakonzerns Eli Lilly wird in Belgien seit Juli 2025 zur Behandlung von Typ-2-Diabetes erstattet.

Mittlerweile steht Mounjaro bei den Erstattungen für Diabetes-Behandlungen an zweiter Stelle hinter Ozempic.

In den vergangenen Jahren wurden Ozempic und Mounjaro auch zur Gewichtsabnahme verschrieben. Laut dem Endokrinologen Bart Van der Schueren sei eine solche Anwendung nicht problematisch, wenn sie mit körperlicher Aktivität und einer Veränderung der Ernährungsgewohnheiten einhergehe. (belga/rt)

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