Feuer im Hohen Venn: Lage verbessert sich – 100 Einsatzkräfte in der Nacht vor Ort

<p>Trotz einer günstigen Entwicklung bleibt die Lage fragil und das betroffene Gebiet vollständig gesperrt.</p>
Trotz einer günstigen Entwicklung bleibt die Lage fragil und das betroffene Gebiet vollständig gesperrt. | Foto: belga

Vor Mitternacht kam den Einsatzkräften leichter Nieselregen zu Hilfe. Er erhöhte die Luftfeuchtigkeit und trug dazu bei, die Brandherde einzudämmen. Nach Mitternacht mussten die Einsatzkräfte jedoch sowohl im Norden als auch im Osten des betroffenen Gebiets wiederholt gegen neu aufflammende Feuer vorgehen.

Feuerwehr, Polizei, Militär und Zivilschutz werden dabei von einer Drohne mit Wärmebildkamera unterstützt. Sie überwacht das Gebiet kontinuierlich und hilft dabei, Stellen zu erkennen, an denen ein Eingreifen erforderlich ist.

Im Vergleich zu den vergangenen Tagen wurde in der Nacht deutlich weniger Löschwasser benötigt. Nach Angaben von Tony Hosmans, dem Verantwortlichen für die Krisenkommunikation des Lütticher Provinzgouverneurs, wurden durchschnittlich rund 15.000 Liter Wasser pro Stunde eingesetzt.

Im Laufe des Freitags sollen die Löscharbeiten wieder intensiviert werden. Die Dienste des Provinzgouverneurs schließen auch gezielte Löscheinsätze aus der Luft nicht aus. Ob diese stattfinden können, hängt unter anderem von den Wetter- und Sichtverhältnissen ab.

Die betroffenen Naturschutzgebiete bleiben weiterhin vollständig gesperrt – auch dort, wo keine Flammen mehr zu sehen sind. Die Lage sei nach wie vor fragil. Neben gesundheitsschädlichem Rauch und erneut aufflammenden Brandherden besteht auch die Gefahr, auf alte Munition zu stoßen.

Die Provinz appelliert deshalb eindringlich an die Bevölkerung, die Sperrungen zu beachten und das Gebiet nicht zu betreten. Dies diene nicht nur der eigenen Sicherheit, sondern ermögliche es den Einsatzkräften auch, ihre Arbeit gefahrlos fortzusetzen. (belga/rt)

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