[Video] Sommerbiathlon-Meisterschaft in Herzebösch abgebrochen

<p>Veranstalter und Athleten des Sommerbiathlon 2026</p>
Veranstalter und Athleten des Sommerbiathlon 2026 | Foto: Kurt Pothen

„Die Partikelwerte sind durch die Winddrehung in den letzten zehn Minuten sehr in die Höhe gegangen. Von daher war es für uns aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr tragbar, die Veranstaltung durchzuführen“, erklärte Hauptorganisator und Biathlontrainer Pascal Langer.

Organisator Pascal Langer im Gespräch

Die Zuschauer wurden daraufhin gebeten, „nach Hause zu gehen, drinnen zu bleiben und die Fenster zu schließen“. Schon das letzte Rennen wurde nicht mehr regulär beendet. „Als der Sieger im Ziel war, mussten diejenigen, die noch eine Runde zu laufen hatten, das Rennen abbrechen“, sagte Langer. Bei den Athleten habe es „eine Mischung aus Erleichterung und sicher auch ein bisschen Frust“ gegeben. Sie hätten gesehen, „dass wir verantwortungsvoll mit ihrer Gesundheit umgehen“.

<p>Marisa Emonts und Thierry Langer</p>
Marisa Emonts und Thierry Langer | Foto: Kurt Pothen

Die Profi-Biathleten Marisa Emonts und Thierry Langer hielten den Abbruch für richtig. „Natürlich sind wir ein wenig enttäuscht, dass der Sommerbiathlon nicht bis zum Ende durchgeführt werden konnte, aber es war absolut die richtige Entscheidung.“ Es habe sich „eigenartig“ angefühlt, zu wissen, dass nur einige wenige Kilometer Luftlinie von hier „Menschen gegen die Flammen kämpfen und wir hier unseren Sommerbiathlon durchziehen“, so Thierry Langer. Zwar sei die Luftqualität zunächst noch vergleichsweise gut gewesen, „aber jetzt hat sich die Situation wirklich massiv verschlechtert“. Ebenfalls Marisa Emonts zeigte sich erleichtert. „In den letzten Tagen hatte ich schon ein mulmiges Gefühl, aber gestern war es zum Beispiel kein Problem, die Rennen zu laufen.“ Sie dankte den Zuschauern, die trotz des Ausnahmezustands den Weg nach Elsenborn gefunden hatten, und vor allem den Einsatzkräften beim Vennbrand: „Ich möchte mich bei allen bedanken, die jetzt im Einsatz sind und gegen diese Flammen kämpfen.“

Foto: Kurt Pothen

Für die Belgische Meisterschaft gelten bei U21, Senioren und Frauen die Resultate vom Samstag. Bei den Männern wurde demnach Sam Parmantier Meister vor Thierry Langer, bei den Frauen gewann Lotte Lie vor Marisa Emonts. Angesichts der Katastrophe sei dies jedoch „wirklich das Geringste, was mich zurzeit beschäftigt“, sagte Marisa Emonts. Bis zur U19 konnten die Rennen am Sonntag beendet werden, dort zählen die Ergebnisse vom Sonntag.

HINTERGRUND

Fanreise nach Antholz – Noch 20 Plätze frei

Das Langlauf- und Biathlonzentrum Herzebösch-Elsenborn (LBZ) organisiert im Januar 2027 erneut eine Fanreise zum Biathlon-Weltcup nach Antholz in Südtirol. Die Fahrt beginnt am Mittwoch, 13. Januar, um 5 Uhr mit Start in Herzebösch/Elsenborn, die Rückreise ist für Sonntag, 17. Januar, gegen 17.30 Uhr ab Antholz vorgesehen.

Im Reisepreis von 730 Euro pro Person im Doppelzimmer sind die Fahrt im Fernreisebus, vier Übernachtungen mit Halbpension in den Drei-Sterne-Superior-Hotels „Weißes Lamm“ und „Goldene Rose“ in Welsberg sowie die Transfers zum rund 15 Kilometer entfernten Biathlonstadion enthalten. Für ein Einzelzimmer werden 200 Euro zusätzlich berechnet.

Aktuell stehen für die Reise 35 Betten zur Verfügung, von denen bereits 15 belegt sind. Damit sind noch 20 Plätze frei. Die Fahrt findet ab einer Mindestzahl von 20 Teilnehmern statt.

Die Eintrittskarten werden zusätzlich berechnet. Das Paket für alle vier Wettkampftage auf der Stehplatztribüne L kostet 175 Euro. Tageskarten für die Stehplatztribüne M kosten je nach Wettkampftag zwischen 42 und 48 Euro. Auf dem Programm stehen die Einzelrennen der Männer und Frauen, die Single-Mixed- und Mixed-Staffel sowie zum Abschluss die Massenstarts.

Anmeldungen für die Reise sind bis zum 25. November unter lbz2022@hotmail.com oder telefonisch bei Claudia Langer unter +32 473 674 058 möglich. Die Anmeldung wird mit einer Anzahlung von 300 Euro zuzüglich der Eintrittskarten gültig. (kupo/mn)

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