Nadje und Vidigal treffen: AS Eupen schlägt Jong Genk zum Auftakt

<p>Nadje und Vidigal treffen: AS Eupen schlägt Jong Genk zum Auftakt</p>
Foto: belga

Gegen Jong Genk blieb bei der AS Eupen zunächst alles beim Alten – zumindest mit Blick auf die erste Startelf von Trainer Felice Mazzu. Der 60-Jährige verzichtete auf sämtliche Neuzugänge in seiner Anfangsformation. Michael Precious, Aron Sulejmani, Chris-Kevin Nadje, Sandro Vidigal und Mathias Fixelles saßen am Samstagnachmittag zunächst auf der Bank.

<p>Fünf Jahre Crew Neau: Die Ultras der AS Eupen zeigten vor dem Anpfiff eine Choreo.</p>
Fünf Jahre Crew Neau: Die Ultras der AS Eupen zeigten vor dem Anpfiff eine Choreo. | Foto: Mike Notermans

Zum offiziellen Start in die Ära unter Qatar Sports Investments fand sich ein besonderer Gast auf der Tribüne ein: Luis Campos, einer der wichtigsten sportlichen Entscheidungsträger bei Paris Saint-Germain und innerhalb von QSI, verfolgte das Spiel gegen Genk an der Seite von Sportdirektor Pasquale Sensibile.

Das Duo sah einen Traumstart „seiner“ Mannschaft: Bereits in der 3. Minute köpfte Verteidiger Igor Plastun nach der ersten Ecke der Partie zum frühen 1:0 für Eupen ein. Mit dem Führungstreffer im Rücken blieb Eupen vor den eigenen Fans die bessere und aktivere Mannschaft. Nach sieben Minuten kam Müller nach einer guten Hereingabe von Van Genechten nur einen Schritt zu spät.

<p>Auch Louis Campos sah sich das Spiel am Samstagnachmittag an.</p>
Auch Louis Campos sah sich das Spiel am Samstagnachmittag an. | Foto: Mike Notermans

Peu à peu spielten sich im Anschluss aber auch die Gäste aus Limburg in die Begegnung. Begünstigt von einer nicht immer sattelfesten Eupener Defensive glich der Nachwuchs des KRC Genk in der 14. Minute aus: Kim sorgte für das 1:1. Kurz zuvor hatten die Fans im Kehrwegstadion in der 12. Minute geschlossen applaudiert – als Zeichen der Anerkennung für die zahlreichen Einsatz- und Rettungskräfte, die im Hohen Venn gegen die nach wie vor wütenden Brände kämpfen.

Chancen erarbeitete sich Eupen in dieser Phase kaum, in vielen Bereichen hatten die ganz in Schwarz spielenden Ostbelgier noch Luft nach oben. Wohl auch deshalb hatte Mazzu bereits im Vorfeld gewarnt: „Wir sind noch nicht so weit, wie ich es gerne hätte.“

Nach einer halben Stunde bewahrte Hiller seine Mannschaft vor dem ersten Rückstand der Saison, während Genk mehr und mehr die Kontrolle übernahm. In der 37. Minute fehlte Nzoko nicht viel zum 1:2, als sein Schuss im Seitennetz landete. Und die Eupener Offensive? Die blieb bis zum Pausenpfiff blass wie wirkungslos. Im Genker Tor hatte Doucoure kaum etwas zu tun.

Zum Start in die zweiten 45 Minuten griff Mazzu doppelt ein: Die Neuzugänge Nadje und Vidigal kamen für Nuhu und Keita auf den Platz. Im Vergleich zum noch wenig überzeugenden Auftritt vor der Pause steigerten sich die „Pandas“ und entwickelten mehr Schwung und Tempo im Spiel nach vorn.

Erstmals gefährlich wurden die Ostbelgier in der 53. Minute, als der bei einer Standardsituation erneut aufgerückte Plastun das 2:1 per Kopf knapp verpasste. Wenig später kam Kikas in zentraler Position nur einen Schritt zu spät – inzwischen drängte Eupen wieder auf den Führungstreffer. Und nach etwas mehr als einer Stunde fiel das verdiente 2:1: Nach einer Ecke von Delaurier-Chaubet kam Verteidiger Van Genechten an den Ball und lenkte ihn ins Tor.

Mit seinen Offensivaktionen ging Eupen auch im Anschluss nicht immer gut um: Kurz nach dem 2:1 verpasste Delaurier-Chaubet das Tor aus aussichtsreicher Position. Im nächsten Anlauf war die AS dann aber erfolgreich und machte den Deckel drauf: Neuzugang Nadje traf nach einem starken Pass in die Spitze zum 3:1 für die Gastgeber (66.).

Mazzu zieht eine Viertelstunde vor Schluss den Video-Joker.

Eine Viertelstunde vor Schluss kam es zu einer weiteren Premiere: Nach einem nicht gegebenen Foulelfmeter zog AS-Coach Mazzu einen seiner Video-Joker. Schiedsrichter De Keyzer sah sich das vermeintliche Foul an Angreifer Kikas am Seitenrand noch einmal an, blieb aber bei seiner ursprünglichen Entscheidung und zeigte nicht auf den Punkt.

Von Genk ging im zweiten Durchgang kaum noch Torgefahr aus. Eupen hatte praktisch alles im Griff – und baute seinen Vorsprung verdient weiter aus: Neuzugang Vidigal behauptete sich im Strafraum gegen mehrere Gegenspieler und erhöhte mit einem Schuss unter die Latte auf 4:1.

Am kommenden Freitag (ab 20 Uhr) ist die AS Eupen in Lokeren gefordert.

Namen & Fakten

AS Eupen: Hiller - Gavory, Plastun, Paeshuyse, Van Genechten - Keita, Marechal, Delaurier-Chaubet, Müller - Kikas (85. Sulejmani), Nuhu

Wechsel: 46. Nadje für Keita, 46. Vidigal für Keita, 71. Fixelles für Marechal

Tore: 1:0 Plastun (3.), 1:1 Kim (14.) 2:1 Van Genechten (61.), 3:1 Nadje (66.), 4:1 Vidigal (84.)

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