Brand im Hohen Venn: Mehr als 100 Hektar betroffen – Lage noch nicht unter Kontrolle

<p>Brand im Hohen Venn: Mehr als 100 Hektar betroffen – Lage noch nicht unter Kontrolle</p>
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Der Brand im Hohen Venn breitet sich mit einer Geschwindigkeit von fünf bis zehn Kilometern pro Stunde aus. Das teilten die Dienste des Provinzgouverneurs am Freitagabend mit. Drei Hilfeleistungszonen der Provinz, die Forstverwaltung DNF, der Zivilschutz sowie die föderale und die lokale Polizei sind im Einsatz. Das Feuer hatte am Abend bereits rund 100 Hektar Vegetation zerstört – eine Fläche von etwa 140 Fußballfeldern.

Unter Kontrolle sei der Brand noch längst nicht, erklärte Nicolas Yernaux, Sprecher des Öffentlichen Dienstes der Wallonie gegen 20 Uhr. Mit dem großen Vennbrand von 2011 sei die aktuelle Lage nicht vergleichbar, betonte er. Menschliches Verschulden als Ursache des Brandes werde nicht ausgeschlossen, so Yernaux.

Der Einsatz der Löschhubschrauber wird derweil während der Nacht unterbrochen. Wie Baelens Bürgermeisterin Nathalie Thönnissen mitteilte, sollen die Hubschrauber der Föderalen Polizei und der Armee ihre Löscharbeiten am Samstagmorgen um 7 Uhr wieder aufnehmen. Der Zivilschutz hat in der Nähe des Brandortes ein Wasserbecken eingerichtet, damit die Hubschrauber dort Löschwasser aufnehmen können. Bereits gegen 17 Uhr war auch das Restaurant „Mont Rigi“ vorsorglich evakuiert worden.

<p>Eine „belga“-Aufnahme aus Kettenis</p>
Eine „belga“-Aufnahme aus Kettenis | Foto: belga

Auch der Gouverneur der Provinz Lüttich, Hervé Jamar, appellierte am Abend an die Bevölkerung, sich nicht ins Hohe Venn zu begeben. Die Rettungsdienste seien umfassend im Einsatz. „Auch der Schutz der Wildtiere gehört zu den Prioritäten bei der Koordination des Einsatzes“, teilte Jamar via Facebook mit. Der Zugang zum Brandgebiet sei strikt verboten, da etwa Schaulustige und weitere Fahrzeuge die Löscharbeiten behindern und unnötig Einsatzkräfte binden könnten. Die aktuelle Lage sei derweil nicht mit den besonders heftigen Bränden vergleichbar, die zuletzt in einigen Regionen Europas beobachtet wurden.

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Das Feuer war nach Angaben der Provinz gegen 13.06 Uhr auf dem Gebiet der Gemeinde Baelen in der Nähe von Jalhay ausgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt war eine Fläche von schätzungsweise 600.000 Quadratmetern, also rund sechs Hektar, betroffen.

Feuerwehrkräfte aus mehreren Hilfeleistungszonen wurden mobilisiert, um den Brand zu bekämpfen und eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern.

Für das betroffene Gebiet gilt ein striktes Betretungsverbot. Spaziergänger und andere Besucher werden aufgefordert, das Gebiet zu meiden. Damit sollen nicht nur sie selbst geschützt, sondern auch die laufenden Löscharbeiten nicht behindert werden.

<p>Blick aus Eupen in Richtung Hohes Venn</p>
Blick aus Eupen in Richtung Hohes Venn | Foto: privat

Die geschäftsführende Gouverneurin Anne Dassy sowie die Bürgermeister von Baelen und Jalhay verfolgen die Entwicklung nach Angaben der Provinz fortlaufend. Sie stehen in engem Kontakt mit den Einsatzdiensten, um je nach Entwicklung weitere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt zu treffen.

Die Behörden rufen dazu auf, die Anweisungen der Einsatzkräfte zu beachten und sich über die offiziellen Kanäle über die weitere Entwicklung zu informieren. (red/rt/mn/belga)

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