Der Erfolg des letzten Jahres hatte sich wohl herumgesprochen, denn nach 930 Besuchern in 2025 wollten diesmal sogar 1.270 Menschen den zehn dargebotenen Monologen folgen. Bei „Come as you are“ sieht man nie zweimal das Gleiche. Aus einem Pool von über 50 Texten in den drei Landessprachen, geschrieben von Sophia Bauer, Sam Touzani und Josse de Pauw, wird für jeden Aufführungsort eine neue Komposition zusammengestellt.
Bei „Theater an Zee“ wurden zwei verschiedene Rundgänge in flämischer Sprache im und am „Hippodrom Wellington“ angeboten. Die historische Pferderennbahn in unmittelbarer Nähe zur Küste wurde 1883 erbaut und bietet dank ihrer Architektur und weitläufigen Beschaffenheit einen besonders geeigneten Rahmen für das von Agora konzipierte Stationentheater. Die zehn Stationen werden vorab sorgfältig vom Agora-Team rund um die künstlerische Leitung Dahlia Pessemiers-Benamar und Valéry Warnotte ausgesucht. Dann bedarf es nur noch weniger Requisiten, gelegentlich akustischer Verstärkung und umso mehr Schauspielkunst um die Monologe lebendig werden zu lassen.
„Es sind Geschichten und Einzelschicksale, die mit dem Absurden und Unerwarteten spielen. Sie erzählen von Liebe, Feigheit, Glücksmomenten oder Existenzängsten – und lassen dabei zahlreiche weitere menschliche Porträts lebendig werden“, erklärt Agora. Dabei stehen sowohl langjährige Ensemblemitglieder als auch neue Gesichter auf der öffentlichen Bühne, die gerade den flämischen Theaterfreunden, aber auch aus Film- und Fernsehproduktionen bekannt sein dürften.

„Dank durchdachter Logistik und einem Dutzend Freiwilligen, die die Gruppen von einem Spielort zum nächsten führen, kann an allen Orten gleichzeitig gespielt und eine so große Anzahl an Besuchern an zwei Tagen ermöglicht werden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Das „Projekt Come as you are“ wird 2027 durch eine Partnerschaft mit dem Verlag Pelckmans auch in einer Buchveröffentlichung Nachhaltigkeit erfahren, die eine Textauswahl bündeln wird.
Die nächste öffentliche Aufführung ist zu sehen am 12. Oktober in Brüssel im Rahmen der „Woche für Deutsch“, dann mit Stationen in der Deutschen Botschaft und dem Goethe Institut. (red/ab)

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