Die Organisation, die vor allem für ihre Lebensmittelhilfe bekannt ist, ruft die Bevölkerung auch in diesem Jahr zu Spenden auf. Ziel sei es, „jedem Kind die Mittel zu geben, um selbstbewusst und unbeschwert ins neue Schuljahr zu starten“, erklärt Frank Duval, Verbandspräsident der „Restos du Cœur“.
Denn für zahlreiche Familien sei der Schulbeginn alles andere als ein Grund zur Freude. „Trotz der bestehenden Unterstützungsmaßnahmen bleibt der Schulanfang für Familien in prekären Verhältnissen eine finanziell schwierige Zeit“, betont die Organisation.
Wie groß das Problem ist, zeigen Zahlen des Statistikamtes Statbel. Demnach sind in Belgien 13,7 Prozent der Kinder von materieller Entbehrung betroffen. Bei Kindern, die in einem Alleinerziehenden-Haushalt leben, steigt der Anteil sogar auf 28,1 Prozent.
Fehlendes Schulmaterial kann langfristige Folgen haben
Die „Restos du Cœur“ weisen zudem darauf hin, dass finanzielle Schwierigkeiten in der Kindheit mit einem höheren Armutsrisiko im Erwachsenenalter einhergehen. Von den jungen Erwachsenen, denen im Alter von 14 Jahren aus finanziellen Gründen Schulmaterial fehlte, sind laut Statbel heute 58,7 Prozent von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Bei jenen, die damals über das notwendige Material verfügten, sind es 15,9 Prozent.
„Diese Zahlen bestätigen, was unsere Teams jeden Tag vor Ort erleben“, sagt Duval. Hinter der Statistik stünden Eltern, „die sich entscheiden müssen, ob sie bestimmte Rechnungen bezahlen oder Schulmaterial für den Schulanfang kaufen“. Durch solche wiederholten Verzichte würden Ungleichheiten bereits in jungen Jahren größer.
Um mehr als 3.000 Kindern den Start ins neue Schuljahr zu erleichtern, sind die Restos du Cœur auf Spenden angewiesen. Unterstützt werden kann die Aktion per Überweisung auf das Konto BE44 2400 3333 3345 oder über die Internetseite des Verbands. (belga/calü)

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