100 Meilen ohne Pause: Belgier Matthieu Bonne plant nächsten Weltrekord

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Matthieu Bonne will seinen nächsten Schwimm-Weltrekord knacken. | Foto: belga

Bonne kennt die Herausforderung bereits. 2023 schwamm er 129,6 Kilometer ohne Unterbrechung und stellte damit einen Weltrekord auf. Inzwischen wurde seine Bestmarke übertroffen: Der aktuelle Rekord liegt bei 142,3 Kilometern. Ende August will der Belgier die Messlatte nun deutlich höher legen.

Für die geplanten 161 Kilometer rechnet Bonne mit 65 bis 72 Stunden ununterbrochen im Wasser. Der Startschuss für den Rekordversuch soll am 30. August im italienischen Capo Vaticano fallen. Von dort führt die Strecke entlang der süditalienischen Küste durch das Tyrrhenische Meer in Richtung Sapri.

Die Regeln machen die ohnehin extreme Herausforderung noch schwieriger. Bonne darf keinen Neoprenanzug tragen und während des Rekordversuchs weder andere Personen noch sein Begleitboot berühren. Verpflegt wird er deshalb im Wasser mithilfe einer Stange. Pausen sind ebenso tabu – und damit auch Schlaf.

Überwacht wird der Versuch von der World Open Water Swimming Association (WOWSA). Zwei unabhängige Beobachter sollen sich an Bord des Begleitbootes befinden, zudem wird Bonnes Strecke per GPS genau aufgezeichnet.

Für den Ultrasportler ist es bereits die nächste außergewöhnliche Herausforderung innerhalb weniger Monate. Erst im Juni stellte er einen Weltrekord im siebentägigen Schwimmen im Becken auf. Dabei legte er innerhalb von sieben Tagen 364,4 Kilometer zurück. Zuvor hatte Bonne bereits Weltrekorde beim siebentägigen Radfahren und beim sechstägigen Laufen aufgestellt.

Doch gerade zum Ozeanschwimmen zieht es den Belgier zurück. „Nach meinem vorherigen Rekord im Ozeanschwimmen hatte ich das Gefühl, dass noch mehr möglich ist. Ich wusste, dass ich es eines Tages besser machen werde – und das werde ich am 30. August beweisen“, kündigt Bonne an.

Dabei gehe es ihm um mehr als eine prestigeträchtige Zahl: „Bei diesem Rekordversuch geht es nicht nur um die 100 Meilen, sondern darum herauszufinden, wozu ich in der Lage bin.“ (belga/calü)

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