Zur neuen Welterbestätte gehören die fünf historischen Landungsstrände Utah, Omaha, Gold, Juno und Sword Beach sowie weitere Erinnerungsorte der alliierten Invasion vom 6. Juni 1944.
Das Video zeigt die Gedenkfeier zum Ende des Zweiten Weltkriegs am Grab des Unbekannten Soldaten in Brüssel. Die Aufnahmen erinnern an die Befreiung Europas, die mit der alliierten Landung in der Normandie am D-Day am 6. Juni 1944 ihren entscheidenden Anfang nahm.
Die Unesco würdigt damit die herausragende historische Bedeutung des D-Days, der den Beginn der Befreiung Westeuropas von der nationalsozialistischen Herrschaft einleitete. Mehr als 150.000 Soldaten der Alliierten – vor allem aus den USA, Großbritannien, Kanada, Frankreich und Polen – landeten damals an der französischen Küste. Tausende verloren in den Kämpfen ihr Leben. Ebenfalls neu in die Welterbeliste aufgenommen wurde die „Erweiterte Region des Olymp“ in Griechenland. Mit der Auszeichnung würdigt die Unesco den knapp 3.000 Meter hohen Berg sowohl als einzigartiges Naturgebiet mit einer außergewöhnlichen Artenvielfalt als auch als bedeutenden Ort der Kultur- und Geistesgeschichte. Nach griechischer Mythologie ist der Olymp die Heimat der zwölf olympischen Götter und Sitz des Göttervaters Zeus. Nach Angaben der griechischen Regierung sollen mehr als zehn Millionen Euro in den Schutz der Region, eine bessere Besucherlenkung und eine nachhaltige Entwicklung investiert werden.
Deutschland kann sich ebenfalls über eine weitere Welterbe-Auszeichnung freuen. Die Waldsiedlung Zehlendorf in Berlin wurde als Erweiterung der seit 2008 bestehenden Welterbestätte „Siedlungen der Berliner Moderne“ anerkannt. Die zwischen 1926 und 1932 unter der Leitung des Architekten Bruno Taut errichtete Siedlung gilt mit ihrem Konzept aus moderner Architektur, viel Grün sowie dem Leitmotiv „Licht, Luft und Sonne“ als Meilenstein des sozialen Wohnungsbaus.
Mit der Anerkennung der D-Day-Landungsstrände verfügt Frankreich nun über 55 Unesco-Welterbestätten und zieht mit Deutschland gleich. Weltweit haben nur China und Italien mit jeweils 60 Welterbestätten noch mehr Einträge auf der Unesco-Liste. Das Welterbekomitee tagt noch bis zum 29. Juli in Busan und entscheidet dort über weitere Nominierungen sowie den Schutz gefährdeter Kultur- und Naturstätten. (belga/dpa/sc)

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