Inklusive Angebote in der DG werden weiter ausgebaut

<p>In der Tagesstätte Garnstock werden Menschen mit einer Beeinträchtigung individuell begleitet. Neue Personalstellen sollen die Einrichtungen stärken und zusätzliche Betreuungsangebote ermöglichen.</p>
In der Tagesstätte Garnstock werden Menschen mit einer Beeinträchtigung individuell begleitet. Neue Personalstellen sollen die Einrichtungen stärken und zusätzliche Betreuungsangebote ermöglichen. | Archivfoto: David Hagemann

Mit neuen Personalstellen für Tagesstätten und Wohngruppen sowie einem neuen Entlastungsangebot für pflegende Angehörige sollen bestehende Angebote ausgebaut und der wachsende Bedarf besser aufgefangen werden. Nach Angaben aus dem Kabinett von Sozialministerin Lydia Klinkenberg (ProDG) reagiert die Regierung damit auf den steigenden Bedarf im inklusiven Sektor.

Mit zusätzlichen Investitionen in Personal und neuen Unterstützungsangeboten sollen die Begleitung von Menschen mit einer Beeinträchtigung verbessert und pflegende Angehörige stärker entlastet werden. Konkret finanziert die DG-Regierung zwei zusätzliche Vollzeitäquivalente (VZÄ) für Tagesstätten für Menschen mit einer Beeinträchtigung. Die zusätzlichen Stellen verteilen sich dabei auf die Tagesstätte Garnstock von Tuavia, die Tagesstätte Meyerode und die Tagesstätte Hergenrath. Der Zuschuss beläuft sich auf insgesamt 120.000 Euro – 60.000 Euro pro Stelle – zur Deckung zusätzlicher Personalkosten. Damit soll sichergestellt werden, dass auch in den kommenden Jahren neue Personen aufgenommen und weiterhin qualitativ hochwertig begleitet werden können. Neben der Unterstützung für die Tagesstätten erhält Tuavia drei weitere Vollzeitstellen für ein Wohnheim zur Begleitung von Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung. Die drei Stellen werden insgesamt mit 210.000 Euro bezuschusst und zudem durch CAP48 kofinanziert.

Bereits im laufenden Jahr seien für die Wohngruppe im Internat der Bischöflichen Schule St.Vith (ehemals Wohnressource Oberhausen) zwei neue Vollzeitäquivalente finanziert worden. Dadurch erhöhe sich die Betreuungskapazität von bislang sechs auf künftig acht bis neun Plätze (je nach Beeinträchtigung); zusätzlich könnten laut der Regierung zwei Kurzzeitplätze ermöglicht werden. Eine weitere Aufstockung um zwei Personalstellen sei für das Jahr 2028 bereits zugesagt. Der Bau der Räumlichkeiten für die Wohngruppe am Hof Peters soll 2027 beginnen. „Ein selbstbestimmtes und gesichertes Umfeld für Menschen mit Beeinträchtigung setzt voraus, dass geeignete Betreuungs-, Wohn- und Förderangebote zur Verfügung stehen. Unsere Tagesstätten und Wohngruppen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität und zur sozialen Teilhabe von Menschen mit einer Beeinträchtigung und entlasten so das familiäre Umfeld. Ich bin sehr froh, dass wir trotz Sparzeiten mit diesen Zuschüssen den Bedarf besser abdecken und gleichzeitig die Einrichtungen gezielt stärken und weiterentwickeln können“, betont Sozialministerin Lydia Klinkenberg laut der Pressemitteilung aus ihrem Kabinett. Ein weiteres neues Entlastungsangebot ist das Projekt „FamilienZeit Plus“, das von VIVA Ostbelgien ins Leben gerufen wurde. Das Pilotprojekt ermögliche, dass Ehrenamtliche und Studierende stundenweise die Betreuung von Menschen mit einer Beeinträchtigung übernehmen und damit pflegende Angehörige gezielt entlasten. Das Projekt werde mit 7.500 Euro durch die Regierung sowie durch den Bürgerfonds der König-Baudouin-Stiftung finanziert und soll langfristig ein „tragfähiges Unterstützungsnetzwerk für die gesamte Deutschsprachige Gemeinschaft“ aufbauen. (red/nico)

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