Einstellungsabsichten in KMU gehen vor dem dritten Quartal zurück

<p>Die Gastronomie bleibt trotz rückläufiger Einstellungsabsichten in KMU der Sektor mit der stärksten Nachfrage nach Personal.</p>
Die Gastronomie bleibt trotz rückläufiger Einstellungsabsichten in KMU der Sektor mit der stärksten Nachfrage nach Personal. | Foto: Jonas Roosens/belga

Der Anteil der KMU, die Personal einstellen wollen, sank auf 25 Prozent, gegenüber 27 Prozent im zweiten Quartal. Es handelt sich um den vierten Rückgang in Folge. Im Juni des Vorjahres lag der Wert noch bei 40 Prozent. Ein ähnlich niedriges Niveau wurde zuletzt im Dezember 2024 sowie im Jahr 2020 erreicht. Alle drei Regionen des Landes verzeichnen einen Rückgang, am stärksten ist dieser in Flandern. Besonders KMU mit mehr als 20 Beschäftigten reduzieren im Vergleich zum Vorquartal ihre Rekrutierungspläne.

Die höchsten Einstellungsabsichten gibt es laut Georges Verleyen von SD Worx im Horeca-Sektor mit 49 Prozent, gefolgt von Finanzdienstleistungen mit 38 Prozent sowie Industrie und Produktion mit 33 Prozent. Die niedrigsten Werte wurden bei Immobilienaktivitäten mit 7 Prozent und im Unterrichtswesen mit 13 Prozent festgestellt. Die Entlassungsabsichten steigen leicht auf 15 Prozent. Besonders betroffen sind mittelgroße KMU mit 20 bis 100 Beschäftigten, von denen 22 Prozent Entlassungen erwägen. Bei Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten liegt dieser Anteil bei 8 Prozent.

Zudem planen nur noch 23 Prozent der KMU, entlassene Beschäftigte zu ersetzen, gegenüber 32 Prozent im Vorquartal. Auch die Erwartungen zum Arbeitsvolumen haben sich verschlechtert. Brüssel hält sich laut Verleyen derzeit besser, mit stärkerer Einstellungsdynamik und geringeren Entlassungsabsichten. In Flandern und Wallonien zögen sich KMU dagegen schneller zurück, da sie die wirtschaftliche Unsicherheit stärker in ihrer Personalplanung spürten. (belga/jj)

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