„Mit tiefer Trauer muss ich den Tod meines Ehemanns Victor Willis bekanntgeben“, schrieb sie. Er sei nach „einer kurzen, aber heftigen Krankheit“ verstorben.
Der in Texas geborene Musiker war die markante Stimme der Village People und schrieb an den größten Erfolgen der Kultband mit. Die Gruppe, die Ende der 1970er-Jahre weltweit berühmt wurde, verdankt ihren Namen dem New Yorker Stadtviertel Greenwich Village, das als Zentrum der LGBTQ+-Szene gilt. Die Bandmitglieder traten in ihren ikonischen Kostümen als Cowboy, Bauarbeiter, Polizist, Marineoffizier oder Indianer auf. Willis verkörperte zunächst den Polizisten und später auch den Marineoffizier.
Welthits wie „Y.M.C.A.“, „In the Navy“ und „Go West“ machten die Village People zu einer der erfolgreichsten Discoformationen ihrer Zeit. Vor allem „Y.M.C.A.“, das Willis mitverfasste, entwickelte sich seit seiner Veröffentlichung 1978 zu einer Hymne der LGBTQ+-Gemeinschaft und zählt bis heute zu den bekanntesten Popsongs überhaupt.
1980 verließ Willis die Band vorübergehend wegen seiner Drogensucht. Jahre später bekannte er sich vor einem Gericht in San Francisco des Kokainbesitzes schuldig. Nach erfolgreicher Rehabilitation kehrte er jedoch zu den Village People zurück und stand wieder mit der Band auf der Bühne.
Zuletzt hatte „Y.M.C.A.“ nochmals weltweite Aufmerksamkeit erlangt, nachdem der Song während des US-Präsidentschaftswahlkampfs regelmäßig von Donald Trump verwendet worden war. Willis trat mit den Village People 2025 auch bei Trumps Amtseinführung auf. Der US-Präsident sorgte dabei mit seinen inzwischen bekannten Tanzbewegungen zu dem Disco-Klassiker für zusätzliche Schlagzeilen. (belga/calü)

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