Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg um vier Prozent beziehungsweise 245 zusätzliche Firmenpleiten. Besonders ausgeprägt war die Entwicklung in Flandern. Dort wurden 3.684 Insolvenzen registriert – ebenfalls ein Rekordwert. Mit Ausnahme der Provinz Limburg erreichten alle flämischen Provinzen neue Höchststände.
Trotz der gestiegenen Zahl an Unternehmenszusammenbrüchen fiel der Verlust an Arbeitsplätzen geringer aus als im Vorjahr. Insgesamt gingen durch die Insolvenzen 11.734 Vollzeitstellen verloren. Das sind knapp 11 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025.
GraydonCreditsafe führt diese Entwicklung darauf zurück, dass derzeit vor allem kleinere Betriebe Insolvenz anmelden. „In vielen besonders betroffenen Branchen müssen vorwiegend kleine Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit einstellen“, erklären die Datenexperten.
Die Rekordzahlen seien ein deutliches Zeichen dafür, dass der wirtschaftliche Druck auf die belgischen Unternehmen weiterhin hoch sei. Zwar verzeichneten einzelne Branchen – etwa das Baugewerbe – zuletzt einen leichten Rückgang der Insolvenzen. Insgesamt hätten jedoch viele Unternehmen nach wie vor mit steigenden Kosten, einer schwachen Nachfrage und einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zu kämpfen. (belga/calü)

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