Der Trend hält seit Jahren an. 2021 nutzten erst 35 Prozent der Belgier mobile Bezahlmethoden, im vergangenen Jahr waren es bereits 55 Prozent.
„Das auffälligste Ergebnis des Barometers ist der starke Vormarsch von Zahlungen über sogenannte Wearables wie Smartphones, Smartwatches oder Smartringe“, erklärt Leo Van Hove, Professor für Ökonomie an der VUB. „Die Zahlungsgewohnheiten der Verbraucher haben sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt – von klassischen Kartenzahlungen über kontaktloses Bezahlen bis hin zu mobilen Zahlungsmethoden.“
Insgesamt bleibt die Vorliebe für elektronische Zahlungsmittel groß. 84 Prozent der Befragten bevorzugen inzwischen digitale Bezahlmethoden gegenüber Bargeld. Gleichzeitig fühlen sich die Verbraucher mit mobilen Bezahllösungen immer wohler: Während sich im vergangenen Jahr noch 47 Prozent damit wohlfühlten, sind es inzwischen 53 Prozent. Jeder fünfte Belgier gibt sogar an, am liebsten mobil zu bezahlen – nach 15 Prozent im Vorjahr.
Geteilte Meinungen gibt es dagegen bei biometrischen Zahlungsmethoden wie Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung. 42 Prozent der Befragten stehen diesen Technologien offen gegenüber, während 58 Prozent sie ablehnen. Auch beim Thema Sicherheit gehen die Einschätzungen auseinander: 46 Prozent halten biometrische Zahlungen für sicher, 54 Prozent äußern Zweifel.
Kryptowährungen spielen im Alltag der Belgier hingegen weiterhin nur eine untergeordnete Rolle. Rund 15 Prozent der Befragten besitzen digitale Währungen – ein Anteil, der sich gegenüber den Vorjahren kaum verändert hat. Besonders verbreitet sind Kryptowährungen bei den 16- bis 24-Jährigen: In dieser Altersgruppe besitzt jeder Vierte entsprechende Anlagen. Bei den 25- bis 34-Jährigen ging der Anteil hingegen innerhalb eines Jahres von 37 auf 24 Prozent zurück. (belga/calü)

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