Reindustrialisierung: Christine Mauel sieht Industriegeschichte als Chance für die Zukunft

<p>Der wallonische Wirtschaftsminister Pierre-Yves Jeholet betont, dass die Reindustrialisierung auf den traditionellen Stärken der Region aufbauen soll. Dazu zählten neben Innovation und Investitionen auch familiengeführte Industrieunternehmen und mittelständische Betriebe.</p>
Der wallonische Wirtschaftsminister Pierre-Yves Jeholet betont, dass die Reindustrialisierung auf den traditionellen Stärken der Region aufbauen soll. Dazu zählten neben Innovation und Investitionen auch familiengeführte Industrieunternehmen und mittelständische Betriebe. | Foto: belga

Anlass war Jeholets Besuch beim Vervierser Unternehmen Traitex, das seit mehr als 100 Jahren Wolle und andere Naturfasern verarbeitet.

Für Christine Mauel steht das Unternehmen stellvertretend für die industrielle Geschichte des Bezirks Verviers, die auch die heutige Deutschsprachige Gemeinschaft geprägt habe, wie sie in einer Pressemitteilung erklärte. Zahlreiche ostbelgische Familien seien über Generationen mit der Textilindustrie verbunden gewesen. In seiner Antwort betont der Minister, dass die Reindustrialisierung der Wallonie auf den vorhandenen industriellen Stärken aufbauen solle. Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen, regionale Verankerung und qualifizierte Arbeitskräfte bildeten dafür die Grundlage. Auch kleine und mittlere Industrieunternehmen sowie Familienbetriebe seien ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie. „Ich freue mich, dass der Minister bestätigt, dass unsere industrielle Tradition nicht nur Teil unserer Vergangenheit ist, sondern auch eine Chance für die Zukunft darstellt“, erklärt Christine Mauel in der Pressemitteilung.

„Gerade Unternehmen wie Traitex zeigen, wie sich jahrzehntelanges Know-how mit Innovation, Nachhaltigkeit und internationaler Wettbewerbsfähigkeit verbinden lässt.“ Für sie ist entscheidend, dass nicht nur große Industriestandorte von der Reindustrialisierungsstrategie profitierten. „Auch die Unternehmen im Raum Verviers und in Ostbelgien müssen von den regionalen Maßnahmen profitieren. Unsere mittelständischen Betriebe verfügen über enormes Fachwissen und sind wichtige Arbeitgeber. Sie verdienen gute Rahmenbedingungen, damit sie auch künftig investieren, Arbeitsplätze sichern und junge Menschen ausbilden können.“

Christine Mauel kündigte an, die Umsetzung der wallonischen Reindustrialisierungsstrategie weiter zu begleiten und sich dafür einzusetzen, dass die wirtschaftlichen Stärken des Bezirks Verviers und der DG in der Regionalpolitik angemessen berücksichtigt werden. (red/sc)

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