Naturpark Hohes Venn-Eifel ruft zur Igelzählung auf

<p>Bürgerinnen und Bürger können sich an der wallonieweiten Igelzählung beteiligen, indem sie Fotofallen in ihren Gärten aufstellen, Beobachtungsrouten ablaufen oder an Schulungen teilnehmen.</p>
Bürgerinnen und Bürger können sich an der wallonieweiten Igelzählung beteiligen, indem sie Fotofallen in ihren Gärten aufstellen, Beobachtungsrouten ablaufen oder an Schulungen teilnehmen. | Illustrationsfoto: Patrick Pleul/picture alliance/dpa

Organisiert wird das Projekt vom Verband der wallonischen Naturparks in Zusammenarbeit mit den Naturparks, den Creaves, der Igel-Arbeitsgruppe von Natagora sowie mit finanzieller Unterstützung von QiGreen. Im Gebiet des Naturparks Hohes Venn-Eifel wurde die Aktion nach einer Auftaktveranstaltung am 2. Juni offiziell in den zwölf Gemeinden des Parks gestartet: Amel, Baelen, Büllingen, Bütgenbach, Burg-Reuland, Eupen, Jalhay, Malmedy, Stavelot, Raeren, St.Vith und Weismes.

Der Rückgang der Artenvielfalt bildet den Hintergrund der Aktion.

Bürgerinnen und Bürger können sich dabei auf unterschiedliche Weise beteiligen. Vorgesehen ist unter anderem, drei Wochen lang eine Fotofalle im eigenen Garten aufzustellen. Die Geräte können entweder vom Verband bereitgestellt werden oder aus eigenem Bestand stammen. Außerdem können Teilnehmerinnen und Teilnehmer festgelegte Beobachtungsrouten in ihrer Gemeinde ablaufen oder an Schulungen und Webinaren zum Thema Igel teilnehmen.

Hintergrund der Aktion ist der Rückgang der Artenvielfalt in der Wallonie. Nach Angaben der Organisatoren ist ein Drittel der lokalen Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht, rund neun Prozent der Arten gelten demnach bereits als verschwunden. Auch der Igel ist von dieser Entwicklung betroffen. Seit 2024 wird er von der International Union for Conservation of Nature als „potenziell gefährdet“ eingestuft.

Zu den Gefahren für Igel zählen unter anderem der Verlust von Lebensräumen, die Zersiedelung von Gärten, Straßenverkehr, Pestizide sowie der Einsatz von Mährobotern. In der Wallonie ist der Betrieb von Mährobotern seit 2026 zwischen 18 Uhr und 9 Uhr verboten, um nachtaktive Tiere besser zu schützen.

„Die Aktion ‚Igel‘ ermöglicht es, die Bürger in die Entdeckung unserer nachtaktiven Freunde einzubeziehen, die in unseren Gärten Unterschlupf und Nahrung finden, und bietet zudem verschiedene Tipps zum Schutz dieser kleinen Säugetiere“, erklärt Florine Crutzen, Projektleiterin der Aktion im Naturpark Hohes Venn-Eifel.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der Wallonie können sich über ein Online-Formular zur Teilnahme anmelden. Nach der Anmeldung erhalten sie alle weiteren Informationen zu den verschiedenen Beteiligungsmöglichkeiten. (red/jj)

Für Fragen zur Aktion im Gebiet des Naturparks Hohes Venn-Eifel ist Florine Crutzen per E-Mail unter florine.crutzen@botrange.be erreichbar.

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