Doppelter Reifenschaden kostet Neuville den Sieg bei der Akropolis-Rallye

<p>Pech für Thierry Neuville: Ein doppelter Reifenschaden bringt den St.Vither Profi um den Sieg in Griechenland.</p>
Pech für Thierry Neuville: Ein doppelter Reifenschaden bringt den St.Vither Profi um den Sieg in Griechenland. | Foto: Photo News

Für Neuville war es ein bitteres Ende eines Wochenendes, an dem der Ostbelgier lange wie der mögliche Sieger ausgesehen hatte. Vom zweiten Wertungsabschnitt bis zur 13. Prüfung am Samstagabend hatte der ehemalige Weltmeister die Rallye angeführt. Erst am Sonntagmorgen verlor er die Spitzenposition an Ogier, blieb aber zunächst in unmittelbarer Schlagdistanz. „Ich habe mein Bestes gegeben, aber ich habe es nicht geschafft, das Heck des Autos in den Spuren zu halten, besonders dort, wo es sandig war“, erklärte Neuville nach dem Verlust der Führung. Der Hyundai habe sich weicher angefühlt als am Vortag, zudem habe er häufiger aufgesetzt. Dennoch sei der Kampf eröffnet gewesen.

Auch in der 15. Wertungsprüfung, Loutraki 1 über 16,61 Kilometer, konnte sich keiner der beiden Rivalen absetzen. Neuville und Ogier fuhren zeitgleich die Bestzeit. „Das war eine gute Prüfung“, sagte Neuville anschließend. Er habe weiterhin Probleme mit dem Heck seines Autos und insbesondere im Sand zu wenig Kontrolle. Gleichzeitig müsse er aber weiter angreifen und seinen Rhythmus halten. Für die folgenden Kilometer rechnete Neuville mit mehr Haftung.

Die Entscheidung fiel schließlich im zweiten Durchgang von Aghii Theodori. Neuville erhielt zunächst eine Warnung wegen eines möglichen Reifenschadens vorne links, die Anzeige verschwand jedoch wieder. Später traf es ihn hinten links und hinten rechts. Ohne Reifenwechsel brachte der St.Vither seinen Hyundai ins Ziel der Prüfung, verlor aber 53,5 Sekunden auf Ogier, der erneut die Bestzeit fuhr. Damit waren Neuvilles Hoffnungen auf seinen 24. WRC-Sieg und den dritten Erfolg in Griechenland nach 2022 und 2024 dahin.

„Das ist so viel Pech“, sagte Neuville enttäuscht. Er wisse nicht genau, was passiert sei. „Es wäre großartig gewesen, bis zum Schluss mit Sébastien um den Sieg zu kämpfen. Ich bin sehr enttäuscht und weiß nicht wirklich, was ich sagen soll. Das Team hätte diesen Sieg so sehr verdient.“ Für die letzte Prüfung blieb nur noch das Ziel, die zweite Position abzusichern.

Ogier nutzte die Chance konsequent. Der 42-jährige Franzose, neunmaliger Weltmeister und Titelverteidiger, gewann die Akropolis-Rallye zum zweiten Mal nach 2011 und feierte seinen 69. Sieg in der Rallye-WM. Es war sein zweiter Erfolg in dieser Saison nach dem Triumph auf den Kanarischen Inseln. Der Toyota-Pilot war über das Wochenende achtmal Schnellster und gewann zudem die Power Stage. Rang drei ging an seinen japanischen Teamkollegen Takamoto Katsuta, der 3:04,8 Minuten hinter Ogier ins Ziel kam.

Neuville beendete die Power Stage auf Platz drei und wurde im „Super Sunday“ Vierter. Trotz der verpassten Siegchance sicherte sich der Hyundai-Fahrer seinen 76. Podestplatz in der WRC. In der WM-Wertung bleibt Elfyn Evans (Toyota), der in Griechenland Siebter wurde, mit 158 Punkten an der Spitze. Katsuta rückte mit 151 Zählern näher heran. Ogier ist mit 125 Punkten Dritter. Neuville liegt mit 95 Punkten auf Rang sieben.

Der nächste WM-Lauf findet vom 16. bis 19. Juli in Estland statt. (kupo/belga)

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