Der Bericht zeigt, wie breit das Aufgabenspektrum der WFG inzwischen gefächert ist – von der individuellen Existenzgründungs- und Unternehmensberatung über Standort- und Fachkräftethemen bis hin zu Maßnahmen in der ländlichen Entwicklung, der Baukultur sowie der Raumordnung. „Im Mittelpunkt standen erneut die Menschen und Betriebe, die Ostbelgien wirtschaftlich prägen, sowie die Stärkung der Region als Wirtschafts- und Lebensstandort“, heißt es dazu in einer Mitteilung.
„Das Jahr 2025 war für die WFG Ostbelgien wieder ein Jahr intensiver Begleitung, neuer Impulse und vielfältiger Zusammenarbeit“, betont Nathalie Klinkenberg, Geschäftsführerin der WFG, im Vorwort. In der Unternehmensberatung wurden 364 Teilnehmer in der Gründungsphase und 145 bestehende Unternehmen begleitet. 93 Gründer starteten 2025 ihre Tätigkeit; weitere 35 Beratene aus Vorjahren entschieden sich ebenfalls für den Schritt in die Selbstständigkeit. Zahlreiche Veranstaltungsformate, darunter Gründungs-Webinare, Technologiefrühstücke, die Veranstaltung „Pleiten, Pech & Perspektiven“, Info-Sessions zu Nachhaltigkeit und E-Rechnungen sowie eine Unternehmensexkursion zu Digitalisierung und KI - boten Raum für Information, Austausch und Vernetzung. Der Podcast „OST-CAST“ verzeichnete im vergangenen Jahr über 1.700 Wiedergaben und mehr als 360 Wiedergabestunden; zwölf Gründer nutzten außerdem das Social Media-Angebot „Gründer des Monats“, um ihre Projekte sichtbar zu machen.
Ein besonderer Fokus lag erneut auf der Sensibilisierung junger Menschen in den Schulen für Wirtschaft und Unternehmertum. Sei es durch Projektarbeiten, Vorträge oder Themenateliers. Von Januar bis Oktober 2025 setzte die WFG zudem im Rahmen von „Wirtschaft macht Schule“ 21 Projekte mit elf Betrieben sowie 437 Schülern um. Darüber hinaus organisierte sie zwei Ausgaben des Events „Be Your Boss“ mit insgesamt 249 Sekundarschülern und setzte mit der Veranstaltung „Holz ohne Grenzen“ in Büllingen, an der 352 Schüler aus 17 Schulen teilnahmen, einen weiteren Höhepunkt.
Auch in weiteren Bereichen der Wirtschaftsförderung wurden wichtige Akzente gesetzt: In der Unternehmensnachfolge beriet die WFG neun potenzielle Übergeber, führte 17 Treffen mit potenziellen Übernehmern durch und begleitete vier Betriebsnachfolgen. Das Interreg-Projekt W.A.V.E. zur Stärkung der Holzbranche in der Großregion trat in die aktive Umsetzungsphase ein – unter anderem mit einer Studienreise nach Vorarlberg, Aktivitäten rund um die Ligna-Fachmesse, einem CLT-Workshop und einer Fachveranstaltung zu hybriden Bausystemen mit 155 Teilnehmenden.
In der Regionalförderung koordinierte und begleitete die WFG weiterhin die beiden LEADER-Aktionsgruppen „100 Dörfer - 1 Zukunft“ und „Zwischen Weser und Göhl“, die jeweils über 1,7 Millionen Euro Fördermittel verfügen. In den Eifelgemeinden befanden sich 2025 zehn, im Norden Ostbelgiens zwölf Projekte in der Umsetzung. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft war dabei nicht nur koordinierende Instanz, sondern auch Projektträgerin in den Themenfeldern Wohnraum, Baukultur, Fachkräfte und Wirtschaftsstandort. Parallel unterstützte sie die Gemeinden Büllingen, Raeren, Eupen, Kelmis und Bütgenbach bei ihren kommunalen Programmen zur ländlichen Entwicklung. Hier fanden insgesamt 20 ÖKLE-Sitzungen, 56 Arbeitsgruppentreffen sowie diverse öffentlichkeitswirksame Maßnahmen statt. Ein zentrales Zukunftsprojekt ist das neue Gewerbeflächenmonitoring-Tool für Ostbelgien. Nach Ausschreibung beauftragte die WFG im Herbst 2025 ein Geoinformatik-Unternehmen mit der Entwicklung einer digitalen Plattform, die Unternehmen, Investoren, Gemeinden und interessierten Bürgern einen schnellen Überblick über verfügbare Gewerbeflächen, -immobilien und bestehende Unternehmen geben soll. Die Website www.standortfinder-ostbelgien.be geht Ende dieses Monats online. Parallel wurde im Rahmen eines Leader-Kooperationsprojekts die Wirtschaftsstudie für Ostbelgien auf den Weg gebracht, die Chancen und Herausforderungen des Standorts analysieren und eine fundierte Grundlage für die weitere Standortentwicklung schaffen soll, heißt es weiter in der Mitteilung. „Die kommenden Jahre werden für die WFG von wichtigen Weichenstellungen geprägt sein“, betont WFG-Präsident Hubert Bosten im Ausblick. Viele Entwicklungen, die im vergangenen Jahr angestoßen oder vorbereitet wurden, zielten darauf ab, Ostbelgien als Wirtschafts- und Lebensstandort langfristig zu stärken. (red/sc)
Der vollständige Geschäftsbericht 2025 der WFG Ostbelgien steht ab sofort auf der Website zum Download bereit: https://www.wfg.be/geschaeftsbericht-2025-der-wfg-erschienen/

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