Flexi-Jobs im Handel auf dem Vormarsch – Studentenjobs gehen zurück

<p>Flexi-Jobs gewinnen vor allem im Einzelhandel immer stärker an Bedeutung. Im Gastgewerbe bleibt ihr Anteil zwar am höchsten, das Wachstum hat dort jedoch zuletzt stagniert.</p>
Flexi-Jobs gewinnen vor allem im Einzelhandel immer stärker an Bedeutung. Im Gastgewerbe bleibt ihr Anteil zwar am höchsten, das Wachstum hat dort jedoch zuletzt stagniert. | Foto: afp

Dagegen verzeichnet der Handel den stärksten Zuwachs. Das geht aus Zahlen des Landesamtes für Soziale Sicherheit (ONSS) hervor, über die die Wirtschaftszeitung L'Echo (Samstagausgabe) berichtet.

Im Jahr 2025 machten Flexi-Jobs und Studentenjobs zusammen 3,39 Prozent aller bezahlten Arbeitsstunden aus. Das ist doppelt so viel wie noch 2017. Besonders deutlich zeigt sich der Trend im Handel: Dort entfallen inzwischen 34,2 Prozent aller direkten Flexi-Jobs auf diese Branche. Seit 2021 hat sich dieser Anteil nahezu verdoppelt. Das Gastgewerbe bleibt mit einem Anteil von 40 Prozent zwar Spitzenreiter, doch der Zuwachs ist dort zum Stillstand gekommen. Für den Ökonomen Philippe Defeyt, der die Zahlen ausgewertet hat, zeigt diese Entwicklung, dass der Einsatz von Flexi-Jobs an Grenzen stößt. Zwar setzten manche Arbeitgeber fast ausschließlich auf diese Vertragsform, andere könnten dies jedoch nicht tun, weil die damit verbundene Unsicherheit bei der Verfügbarkeit der Beschäftigten ein Nachteil sei. Im Handel geht der Anstieg der Flexi-Jobs zugleich mit einem Rückgang der Studentenjobs einher. Das könnte darauf hindeuten, dass Studenten zunehmend durch Flexi-Jobber ersetzt werden. Im Gastgewerbe machen Flexi-Jobs und Studentenjobs zusammen bereits 27 Prozent aller bezahlten Arbeitsstunden aus. Vergleichbare Zahlen für den Handel liegen nicht vor. (belga/sc)

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