DAZN hatte sich im Dezember 2024 die Übertragungsrechte für den belgischen Profifußball für den Zeitraum von 2025 bis 2030 gesichert. Der Vertrag hat ein Volumen von 84,2 Millionen Euro pro Saison.
Im vergangenen November erklärte der Streaminganbieter jedoch, den Vertrag wegen fehlender Vereinbarungen mit Telekommunikationsunternehmen wie Proximus oder Telenet nicht vollständig erfüllen zu können. Die Pro League rief daraufhin das Schiedsgericht Cepani an. Bereits Ende Dezember hatte dieses DAZN verpflichtet, seinen vertraglichen Verpflichtungen grundsätzlich nachzukommen. Da eine endgültige Entscheidung erst im Laufe des Jahres 2027 erwartet wird und die Saison 2026/27 kurz bevorsteht, erließ das Schiedsgericht nun eine weitere vorläufige Anordnung. Demnach muss DAZN rund 71 Millionen Euro und damit 85 Prozent der vereinbarten Summe an die Pro League zahlen. Der Streamingdienst hatte lediglich angeboten, 60 Prozent beziehungsweise rund 50 Millionen Euro zu überweisen. Gegen die Entscheidung ist keine Berufung möglich. Inzwischen hat DAZN zudem Vereinbarungen mit den Telekommunikationsanbietern Proximus, Telenet und Orange geschlossen. Dadurch können die Spiele der belgischen Profiligen wieder über deren Fernsehangebote ausgestrahlt werden. (belga/sc)

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