Gedenken an Busunglück mit Schweigeminute und weißen Ballons

<p>Weiße Ballons steigen nach der Gedenkfeier auf dem Kirchplatz von Buggenhout in den Himmel. Mit der symbolischen Geste erinnerten Angehörige, Schüler, Rettungskräfte und zahlreiche Bürger einen Monat nach dem tragischen Busunglück an die vier Todesopfer</p>
Weiße Ballons steigen nach der Gedenkfeier auf dem Kirchplatz von Buggenhout in den Himmel. Mit der symbolischen Geste erinnerten Angehörige, Schüler, Rettungskräfte und zahlreiche Bürger einen Monat nach dem tragischen Busunglück an die vier Todesopfer | Foto: belga

Unter brütender Sommersonne versammelten sich Angehörige, Schüler, Rettungskräfte und weitere Betroffene zunächst in der Sint-Martinus-Kirche. Anschließend fand der symbolische Abschluss auf dem Kirchplatz statt.

Das Aufsteigen der weißen Ballons bildete den bewegenden Abschluss der Gedenkfeier für die vier Opfer des Busunglücks von Buggenhout.

Ursprünglich sollte die Gedenkfeier im Freien stattfinden, wurde wegen der anhaltenden Hitze jedoch ausnahmsweise in die Kirche verlegt. Rund 225 geladene Gäste nahmen an der Zeremonie teil, darunter die Familien der Opfer, Schüler und Personal der Schule Richtpunt Buggenhout, Rettungskräfte sowie Vertreter der beteiligten Dienste. Auch König Philippe und Königin Mathilde waren bei der Gedenkfeier anwesend. Draußen verfolgten etwa 100 weitere Menschen die Zeremonie per Livestream unter Zelten. Bürgermeister Geert Hermans (CD&V) eröffnete die Feier. „Gedenken bedeutet mehr als zurückblicken“, sagte er. „Es bedeutet auch, zu versprechen, dass wir die Opfer nicht vergessen. Dass wir die Angehörigen umgeben, auch wenn die Kameras verschwunden sind.“ Die Gedenkfeier sei ein Moment, in dem „eine Gemeinschaft, die weint, mitfühlt und einander festhält“, ihre Verbundenheit zeige. Danach ergriffen Schulleiterin Jolien Roef und drei weitere Vertreter der Schule Richtpunt Buggenhout das Wort. „Das Busunglück hat eine unbeschreibliche Leere hinterlassen“, hieß es. Die Schule betonte, man habe in den vergangenen Wochen bewusst auf Ruhe, Fürsorge und Menschlichkeit gesetzt. „Unsere Sorge endet nicht mit dieser Gedenkfeier“, lautete die Botschaft. Auch die Schüler, die weiterhin in der Reha sind, wurden ausdrücklich erwähnt. Nach den Ansprachen folgten ein Gedicht, musikalische Beiträge und eine Schweigeminute. Danach verließen die Anwesenden die Kirche. Auf dem Kirchplatz begleitete ein lokaler Dudelsackspieler den Abschluss der Gedenkfeier. Anschließend wurden weiße Ballons als symbolische Ehrung für die vier Opfer steigen gelassen: zwei Schüler, die Busbegleiterin und der Fahrer, die am 26. Mai bei dem Busunglück am Bahnübergang in Buggenhout ums Leben gekommen waren. (belga/sc)

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