Blockx trifft zum Auftakt auf Zverev: Fragen und Antworten zum Klassiker in Wimbledon

<p>Anfang Mai standen sich Alexander Zverev (links) und Alexander Blockx noch bei den Madrid-Open gegenüber.</p>
Anfang Mai standen sich Alexander Zverev (links) und Alexander Blockx noch bei den Madrid-Open gegenüber. | Foto: Photo News


Was steht an?


Im Londoner Stadtteil SW19 gehen zum 139. Mal die „Championships“ über die Bühne. Wimbledon ist für viele Tennisfans das Highlight schlechthin und gilt als ältestes und prestigeträchtigstes Turnier im Kalender. Ab Montag geht es in betont traditioneller Atmosphäre an der Church Road um ein Rekordpreisgeld in Höhe von 64,2 Millionen Pfund (rund 74,3 Millionen Euro) – was nicht alle zufriedenstellt.


Warum nicht?


Der Streit um das Preisgeld geht auch auf der Insel weiter. Die Ankündigung der Erhöhung sei eine „bedeutungsvolle Absichtserklärung“, hieß es am Mittwoch in einem neuen Statement, die Spielerinnen und Spieler wiesen jedoch darauf hin, dass dies immer noch nicht den 16 Prozent der Turniereinnahmen entspreche, die sie in diesem Jahr von allen Grand Slams fordern. Daher wollen einige Tennisprofis in der ersten Woche ihre vertraglich vereinbarten Medienverpflichtungen auf 15 Minuten beschränken, um zu protestieren. Bei Roland Garros hatte sich die Aktion lediglich auf den Medientag vor Beginn des Turniers beschränkt.


Auf wen treffen die Belgier?


Alexander Blockx´ Auftakt hat es in sich: Belgiens Nummer eins (ATP 37) trifft auf Alexander Zverev (ATP3), der vor drei Wochen bei Roland Garros seinen ersten Grand-Slam-Sieg feierte. Blockx hatte seinerseits in Paris wegen einer Knöchelblessur aufgeben müssen und feiert nun nicht nur sein Comeback, sondern auch seine Premiere in London. Insgesamt steht der 21-Jährige zum dritten Mal im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. Bislang gingen beide Duelle an Zverev. Raphaël Collignon (ATP 43) bekommt es zum Start mit dem Franzosen Arthur Fils (ATP 20) zu tun, Zizou Bergs (ATP 48) mit dessen Landsmann Ugo Humbert (ATP 30). Gauthier Onclin, Gilles Arnaud Bailly, David Goffin und Kimmer Coppejans hatten es nicht über die Qualifikation hinaus geschafft.

Bei den Frauen nimmt es Elise Mertens (WTA 26) mit Laura Siegemund aus Deutschland (WTA 40) auf, Hanne Vandewinkel (WTA 100) stellt sich der Qualifikantin Claire Liu (USA, WTA 145) gegenüber.


Wer sind die Favoriten bei den Männern?


In seiner aktuellen Form muss sich Zverev nicht verstecken, ganz oben auf der Liste der Sieganwärter steht aber ein anderer Name: Titelverteidiger Jannik Sinner ist Topfavorit auf seinen nächsten Triumph in London. In Abwesenheit von Carlos Alcaraz, der weiter verletzt fehlt, ist der italienische Weltranglistenerste der Spieler, den es zu schlagen gilt – auch wenn er seit seinem sensationellen Aus in Runde zwei von Paris kein offizielles Match mehr bestritten hat. Beim Einladungsturnier im Londoner Hurlingham Club meldete er sich am Mittwoch mit einem Zweisatz-Sieg über Cameron Norrie auf der Tennisbühne zurück. „Es war toll“, sagte Sinner, er hoffe trotz der heißen Bedingungen auf seine Bestform in Wimbledon. In Sinners Schatten wittert der siebenmalige Turniersieger Novak Djokovic seine Chance auf den achten Erfolg.


Bei den Frauen?


Hier ist die Rollenverteilung weniger klar. Die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka will nach ihrer persönlichen Enttäuschung in Paris endlich den großen Erfolg in London, Iga Switek und Jelena Rybakina ihren zweiten Titel. Auch French-Open-Siegerin Mirra Andrejewa geht nach ihrem ersten Major-Triumph mit viel Rückenwind in das Turnier. Und dann wäre da noch der X-Faktor Serena Williams.


Ist die 23-malige Grand-Slam-Siegerin konkurrenzfähig?


Wenige Wochen nach ihrem Comeback startet Williams dank Wildcards im Einzel sowie im Doppel an der Seite ihrer Schwester Venus. Im stolzen Alter von 44 Jahren. Bei ihren Doppelauftritten im Londoner Queen's Club und in Berlin blitzten Ansätze ihrer einstigen, außergewöhnlichen Qualitäten auf. Dass sie aber die Matchfitness mitbringt, um im Einzel zu bestehen, wird sie beweisen müssen. In der ersten Runde trifft Williams auf die Australierin Maya Joint, Nummer 53 der Weltrangliste. Eine machbare Aufgabe. (belga/sid/tf)

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