„Ich werde alles geben, was in mir steckt, und ich werde von jedem das Äußerste verlangen“, kündigte Bruno an.
Der 42-Jährige hat eine ganz eigene Sicht auf den Begriff Druck. „Für mich ist es kein Druck, einen Titel gewinnen zu müssen“, erklärte er. „Druck bedeutet, nach Hause zu kommen und nichts zu essen zu haben oder morgens früh unter schwierigen Bedingungen zur Arbeit gehen zu müssen.“ Seine Aufgabe bei Anderlecht sehe er vielmehr als Privileg. „Man kann sich nur glücklich schätzen, einen Verein dieses Kalibers vertreten zu dürfen. Man darf keine Angst vor Druck haben.“
Dass die „Veilchen“ seit einem Jahrzehnt auf einen neuen Titel warten, blendet Bruno nicht aus. „Der Klub hat seit zehn Jahren nichts mehr gewonnen, das ist eine Tatsache“, sagte er. Gleichzeitig mahnte er zur Geduld. „Wir werden die Situation Schritt für Schritt angehen und nicht zu weit vorausblicken. Wir bekommen die Zeit, dorthin zu gelangen, wo wir sein wollen.“
Der Portugiese war zuletzt anderthalb Jahre ohne Traineramt. Diese Zeit habe er jedoch sinnvoll genutzt. „Ich habe die Zeit mit meiner Familie genossen, aber wir haben auch hart gearbeitet. Gemeinsam mit meinem Trainerstab haben wir darüber nachgedacht, was wir verbessern können.“
Zu seiner Spielphilosophie wollte Bruno noch nicht allzu viel verraten. „Ich spreche nicht gerne über mich selbst“, erklärte er. „Ich bin bei meiner Arbeit sehr emotional, kann aber auch rational sein, was für einen Trainer entscheidend ist. Man muss seine Gefühle beiseiteschieben können und die beste Entscheidung für den Verein treffen.“
Mit einem Lächeln versprach er den anwesenden Journalisten, dass sie in den kommenden Monaten noch genügend Gelegenheit haben würden, seine Vorstellungen von Spielstil, Struktur und Dynamik genauer kennenzulernen. (belga/calü)

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