Konkret geht es um acht Kontrollpositionen beim Abflug und zwölf bei der Ankunft. Diese Kapazität lasse die bestehende Infrastruktur zu. Besonders bei großem Andrang sollen die Posten maximal besetzt werden, wenn sich teils mehrere Tausend Passagiere gleichzeitig im Abflug- und Ankunftsbereich einfinden.
Hintergrund sind längere Wartezeiten bei den Grenzkontrollen. Seit dem 12. Oktober gilt auf europäischer Ebene das sogenannte Entry/Exit-System. Es sieht unter anderem die Erfassung biometrischer Daten von Drittstaatsangehörigen vor, die in den Schengenraum einreisen. In mehreren europäischen Flughäfen führte dies zu langen Warteschlangen. Auch am Brussels Airport mussten Passagiere bei der Ankunft teils mehrere Stunden warten.
Wegen der Lage wurde die Erfassung biometrischer Daten von Drittstaatsangehörigen in Belgien, wie auch in anderen Ländern, vorerst verschoben. Verstärkte Kontrollen finden aber weiterhin statt.
Brussels Airport hatte die Lage Anfang Mai als „völlig inakzeptabel“ bezeichnet. Flughafenchef Arnaud Feist warnte damals, ohne Maßnahmen der föderalen Regierung könne es im Sommer zum „absoluten Chaos“ kommen.
Quintin verwies am Montag auf zusätzliche Ausbildung und Rekrutierung spezialisierter Beamter. 60 Beamte befänden sich derzeit in Ausbildung, die bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll.
Seit Sommer 2025 werde zudem in Zusammenarbeit mit der Polizei zusätzliches Personal eingesetzt. Bei großen Abreise- und Ankunftswellen könnten dadurch bereits jetzt möglichst viele Kontrollstellen besetzt werden. Unterstützt werde die Flughafenpolizei dabei von Beamten aus anderen Diensten im ganzen Land. (belga/rt)

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