Moderatorin nach Aussagen zu Doku abwesend: „L'Équipe“ entschuldigt sich

<p>Jérémy Doku in Aktion</p>
Jérémy Doku in Aktion | Foto: dpa

Die Kritik an WM-Hoffnungsträger Jérémy Doku und seiner geplanten Reise zur Geburt seines Kindes hat für eine französische TV-Moderatorin Konsequenzen. In der Ausgabe der Sendung zum Wochenstart fehlte France Pierron, nachdem ihre Aussagen international für Aufsehen gesorgt haben.

Die Sportjournalistin hatte ihr Unverständnis darüber ausgedrückt, dass Doku das Turnier möglicherweise vorzeitig für die Geburt verlassen werde. „Du willst all das verlassen, um bei der Geburt deines Kindes dabei zu sein, die ein ekelhafter Moment ist, Verzeihung, wo der Papa zu nichts gut ist und eine Nebenrolle hat“, sagte sie in der Sendung „L'Équipe de Choc“.

„L'Équipe“ teilte nun mit, das Sportmedium distanziere sich von ihren Aussagen. Sie seien „sehr weit“ von den Werten der Mediengruppe entfernt. Man entschuldige sich bei dem Fußballer und dem Publikum.

Aussagen „rückwärtsgewandt“

Eine Weltmeisterschaft sei ein möglicherweise einmaliges Erlebnis, ein Kindheitstraum, hatte Pierron weiter gesagt. „Es gibt Hunderte Fußballer, die töten würden, um dort zu sein, wo du bist.“ Im Anschluss hagelte es Kritik an den Aussagen der Moderatorin. Der Verband französischer Sportjournalistinnen FJS nannte ihre Worte rückwärtsgewandt.

Der 24-jährige Doku und seine Frau Shireen erwarten im Juli ihr erstes Kind. Der Wirbelwind sagte deshalb im Trainingscamp in Seattle: „Es kommt darauf an, wann es passiert, aber es ist mein erstes Kind, also will ich auf jeden Fall dabei sein.“ Beim 0:0 gegen den Iran am Sonntagabend MESZ hatte Doku bereits wegen einer Atemwegserkrankung gefehlt. (dpa/tf)

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