Flandern: Immer mehr Unternehmen engagieren sich für duales Lernen

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In Flandern engagieren sich immer mehr Unternehmen für duales Lernen. | Illustrationsbild: picture alliance/dpa

In den vergangenen fünf Schuljahren verfügten 15.644 Unternehmen über mindestens eine gültige Anerkennung als Arbeitsplatz für duales Lernen. Im selben Zeitraum begleiteten 8.597 Unternehmen tatsächlich einen Schüler.

Beim dualen Lernen verbinden Schüler ihre Schulzeit mit einer Ausbildung am Arbeitsplatz. Angeboten wird das System sowohl im Sekundarunterricht als auch in der Erwachsenenbildung.

Für Houtmeyers zeigen die Zahlen, dass viele Betriebe bereit sind, Jugendlichen praktische Erfahrungen zu ermöglichen. Es sei ermutigend, dass so viele Unternehmen ihr Wissen und ihre Erfahrung an die nächste Generation weitergeben wollten, erklärte sie.

Ministerin Demir räumt ein, dass die Zahl der anerkannten Arbeitsplätze höher liegt als die Zahl der tatsächlich besetzten Plätze. Es gebe also Unternehmen, die trotz Anerkennung keine Schüler begleiten. Grund dafür sei, dass es mehr anerkannte Plätze gebe als Schüler, die sich für eine Ausbildung im dualen Lernen entscheiden. Je nach Sektor könnten Betriebe außerdem mehrere Schüler begleiten, wodurch die verfügbare Kapazität deutlich größer sei als die derzeitige Nachfrage.

Die Zahlen zeigen Houtmeyers zufolge auch, dass das System weiter gestärkt werden müsse. Im Schuljahr 2024-2025 wurden 1.860 Anerkennungen aufgehoben, vor allem weil Mentorenausbildungen nicht rechtzeitig absolviert wurden. Zudem liefen 1.806 Anerkennungen aus. Für 528 davon wurde ein Antrag auf Verlängerung gestellt.

Nach Ansicht von Houtmeyers kommt die laufende Bewertung des Dekrets über alternierende Ausbildung nicht zu früh. Duales Lernen sei ein wichtiger Hebel, um Jugendlichen praktische Erfahrung zu vermitteln und Unternehmen bei der Suche nach Talenten zu unterstützen. Deshalb müsse das System für Schüler und Betriebe zugänglich und attraktiv bleiben. (blega/rt)

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