„Es ist eine Möglichkeit, unsere Solidarität mit so vielen Frauen, Männern und Kindern zu zeigen, die sich auf der Flucht befinden“, sagte Terlinden.
Organisiert wurde die Aktion gemeinsam von House of Compassion, Vluchtelingenwerk Vlaanderen, der Plattform BelRefugees, dem Umbrella Refugee Committee und Amitiés sans frontières. Geneviève Frère, Koordinatorin von House of Compassion, sprach von einem gelungenen Verlauf.
Die Menschenkette reichte nach Angaben der Organisatoren um etwa zwei Drittel des Klein Kasteeltje. Viele Teilnehmer hielten Plakate hoch, die auf die Zeit vor 40 Jahren zurückgehen, als die frühere Kaserne in ein Aufnahmezentrum umgewandelt wurde. Darauf sind fünf Kinder zu sehen, begleitet von der Botschaft: „Wir sind in Gefahr, wir sind nicht gefährlich.“ Die Botschaft sei weiterhin aktuell, hieß es am Samstag.
Auch zahlreiche Geflüchtete nahmen an der Aktion teil. Einige von ihnen ergriffen das Wort und berichteten vor den Anwesenden von ihren Erfahrungen.
Die Initiative hatte nach Angaben der Organisatoren sowohl eine humanitäre als auch eine politische Dimension. Sie richtete sich nicht gegen eine bestimmte Institution, sollte aber auf die belgische Aufnahmepolitik aufmerksam machen. Grundrechte seien nicht verhandelbar, und die Würde jedes Menschen müsse unabhängig vom Aufenthaltsstatus garantiert werden.
Neben der Menschenkette feiert Fedasil am Samstagnachmittag das 40-jährige Bestehen des Klein Kasteeltje als Aufnahmezentrum. Geplant sind unter anderem eine Fotoausstellung, eine Gesprächsrunde, Live-Musik, Aufführungen, Informationsstände und Führungen. Fedasil will Besucher dazu einladen, einen anderen Blick auf die Lebenswege von Menschen im Exil zu werfen. (belga/rt)

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