Die Daten stammen dem Bericht zufolge aus dem April dieses Jahres. Sie zeigen, dass fast zwei Drittel der reichsten Familien Belgiens Begünstigte von Gesellschaften in Luxemburg sind.
In drei Viertel der Fälle handelt es sich um sogenannte Briefkastengesellschaften. Diese beschäftigen kein Personal und nutzen lediglich eine Adresse in Luxemburg, die mitunter von Hunderten oder Tausenden anderen Gesellschaften ebenfalls angegeben wird.
In diesen Gesellschaften werden demnach unter anderem Anlagen, Bargeld, Immobilien, Luxusgüter sowie Anteile an belgischen und ausländischen Unternehmen gehalten. Laut „De Tijd“ beläuft sich der Gesamtwert dieser Vermögenswerte auf 91 Milliarden Euro.
Luxemburgische Holdinggesellschaften gelten steuerlich als vorteilhafter als belgische, vor allem wenn sie ausschließlich für passive Anlagen genutzt werden. Die daraus erzielten Einkünfte werden nicht besteuert. Die Begünstigten müssen lediglich eine jährliche sogenannte Abonnementsteuer zahlen.
Auch Investor Marc Coucke verfügt laut „De Tijd“ über vier Luxemburger Briefkastengesellschaften. Diese weisen der Zeitung zufolge zusammen mehr als 130 Millionen Euro in ihren Bilanzen aus. (belga/rt)

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