[Video] Japanisches Kaiserpaar beginnt Staatsbesuch in Belgien

<p>Prinzessin Elisabeth (r) empfängt das japanische Kaiserpaar auf dem Militärflughafen Melsbroek zum Staatsbesuch in Belgien.</p>
Prinzessin Elisabeth (r) empfängt das japanische Kaiserpaar auf dem Militärflughafen Melsbroek zum Staatsbesuch in Belgien. | Foto: belga

Die öffentlichen Termine des kaiserlichen Paares beginnen allerdings erst am Dienstag. Zunächst sind Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako von den belgischen Monarchen auf Schloss Ciergnon in der Provinz Namur eingeladen worden. Dorthin reisen sie direkt nach ihrer Ankunft weiter und bleiben bis Montag.

Am Montagnachmittag geht es für das Kaiserpaar nach Laeken, wo es empfangen wird und während des offiziellen Teils des Besuchs untergebracht ist.

Der offizielle Besuch beginnt am Dienstag in Brüssel. Vorgesehen ist zunächst eine Zeremonie auf dem Place des Palais. Anschließend werden Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako auf dem Grand-Place erwartet. Dort treffen sie Vertreter der Stadt und zeigen sich auf dem Balkon des Rathauses der Öffentlichkeit.

Am Nachmittag stehen Gespräche mit politischen Vertretern auf dem Programm, darunter Premierminister Bart De Wever (N-VA) sowie Parlamentarier. Der Tag endet mit einem Staatsbankett auf Schloss Laeken.

Am Mittwoch reisen Kaiser Naruhito und König Philippe nach Namur. Dort nehmen sie an einer Präsentation zur hydrologischen Geschichte der Provinz teil. Der japanische Kaiser gilt als besonders interessiert an Wasserfragen. Er studierte unter anderem die Geschichte des Flusstransports an der Universität Oxford und war von 2007 bis 2015 Ehrenpräsident des Beratergremiums des UN-Generalsekretärs für Wasser und Sanitärversorgung.

Am Nachmittag führt der Besuch nach Löwen. Dort besichtigen Kaiser Naruhito und König Philippe das Forschungszentrum Imec, wo rund 100 japanische Forscher arbeiten. Anschließend steht ein Besuch der Ostasien-Bibliothek der Universität Löwen auf dem Programm. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte Japan der Universität fast 14.000 Bände geschenkt, nachdem die Bibliothek von deutschen Truppen zerstört worden war. Die meisten dieser Werke stammen aus der Edo-Zeit und werden heute in der wertvollen Sammlung der UCL (Université Catholique de Louvain) aufbewahrt. Eine Auswahl wird dem Kaiser gezeigt.

Das Kaiserpaar verlässt Belgien am 25. Juni. Zuvor ist noch ein Treffen mit Mitgliedern der japanischen Gemeinschaft in der Residenz des Botschafters vorgesehen. (belga/rt)

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