Das war die WM-Nacht: Türkei raus, Brasilien souverän

<p>Der Brasilianer Matheus Cunha (9) feiert gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen den Führungstreffer seiner Mannschaft.</p>
Der Brasilianer Matheus Cunha (9) feiert gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen den Führungstreffer seiner Mannschaft. | Foto: Petr David Josek/AP/dpa

Die Türkei hat auch ihr zweites Spiel bei der Fußball-WM verloren und scheidet nach der Vorrunde aus. Das Team um Superstar Arda Güler von Real Madrid unterlag Paraguay trotz langer Überzahl nach einer Rot-Premiere mit 0:1 (0:1).

Matías Galarza erzielte in Santa Clara bereits in der zweiten Minute das entscheidende Tor für Paraguay, das lange nur zu zehnt spielte. Schiedsrichter Ivan Barton schickte Miguel Almirón in der Nachspielzeit der ersten Hälfte vom Platz, weil der sich im Disput mit Gegenspieler Mert Müldür die Hand vor den Mund gehalten hatte. Damit wendete der Unparteiische aus El Salvador erstmals eine bei dieser WM neue Regel an.

Paraguay hat nun drei Punkte und kann die K.-o.-Runde in der Partie gegen Australien aus eigener Kraft erreichen. Die USA haben in der Gruppe D bereits die Zwischenrunde erreicht.

Das sind die weiteren wichtigen Themen der Nacht:

Brasilien feiert Ex-Bundesligaprofi

Matheus Cunha feierte im Surfer-Style, Vinícius Júnior ließ die Hüften kreisen - zumindest beim Jubel haben sich Brasiliens Stars äußerst kreativ gezeigt. Doch das 3:0 des Rekord-Weltmeisters gegen den krassen Außenseiter Haiti war am Ende kein Glanzstück, sondern ein Pflichtsieg. Diesen Erfolg hatte Brasilien nach dem Unentschieden zum Auftakt gegen Marokko auch nötig.

Der frühere Bundesligaprofi Cunha (23. und 36. Minute) traf doppelt für den fünfmaligen Weltmeister, Vinícius Júnior legte noch in der ersten Halbzeit nach (45.+3). Einziger Wermutstropfen für das Team von Trainer Carlo Ancelotti: Offensiv-Ass Raphinha musste schon kurz vor der Pause angeschlagen raus.

Brasilien liegt auf K.-o.-Runden-Kurs. Für Haiti, das erstmals seit 1974 wieder bei einer WM mitmischt, ist das Turnier nach der Gruppenphase vorbei.

Wechsel perfekt? Marokkos Saibari blockt Bayern-Frage ab

Marokkos Ismael Saibari hat sich mit seinem nächsten Tor bei der Fußball-WM weiter in den internationalen Fokus geschossen. Nach seinem 1:0-Siegtreffer gegen Schottland wollte sich der Stürmer über einen möglichen Wechsel zum FC Bayern München aber nicht äußern. „Danke“, sagte der 25-Jährige lediglich und leitete zur nächsten Frage über.

Der deutsche Rekordmeister soll den Marokkaner bereits seit längerer Zeit beobachten – nun deutet vieles auf einen erfolgreichen Abschluss der Bemühungen hin. Medienberichten zufolge hat der Offensivspieler der PSV Eindhoven den Medizincheck bereits während des Turniers absolviert und bestanden.

Nagelsmanns Plädoyer für Sané: „Psychologisches Phänomen“

Julian Nagelsmann hat Leroy Sané eine Startelf-Garantie für das zweite WM-Spiel der Fußball-Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste gegeben. Der Bundestrainer kritisierte zugleich harsch den öffentlichen Umgang mit dem Offensivspieler auch nach dem 7:1 beim WM-Auftakt gegen Curaçao. „Ich wüsste jetzt nicht, warum ich ihn nicht spielen lassen soll. Ich bin keiner, der sich treiben lässt von irgendwelchen Meinungen von außen“, sagte Nagelsmann vor dem heutigen Spiel (22.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Toronto.

Inklusive Schreckmoment: Zwayer überzeugt bei WM-Debüt

Nach einer überzeugenden Leistung ist Felix Zwayers WM-Debüt als Schiedsrichter mit einem Schreckmoment zu Ende gegangen. In der Nachspielzeit der Partie zwischen Gastgeber USA und Australien musste der einzige deutsche Unparteiische bei diesem Turnier an der Wade behandelt werden. Nachdem Katia Garcia, die vierte Offizielle, Zwayer Magnesium in Form eines Getränks gereicht hatte, konnte der 45-Jährige seine Premiere zu Ende bringen.

Insgesamt strahlte Zwayer Ruhe aus und leistete sich nach Einschätzung von Experte Patrick Ittrich keine erkennbaren Fehler - auch nicht in einer etwas hektischeren Schlussphase. (dpa/rt)

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