Skandal im Sperrbezirk

Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Dieser Satz aus der Bibel ist heute aktueller denn je. Gerade junge Menschen machen Fehler – das gehört zur Jugend dazu. Entscheidend ist jedoch, ob man daraus lernt, Verantwortung übernimmt und bereit ist, sich weiterzuentwickeln. Umso bedauerlicher ist es, wenn einem jungen Menschen, der bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und sich für das Gemeinwohl zu engagieren, diese Chance verwehrt wird – mit der Begründung, seine „Weste sei nicht weiß genug“. Dabei stellt sich zwangsläufig die Frage, nach welchen Maßstäben solche Entscheidungen getroffen werden. Wer entscheidet eigentlich darüber, was eine weiße Weste ist? Wer hat das Recht dazu? Es geht hier um Karneval, nicht um ein politisches Amt. Warum wird also ausgerechnet im Karneval mit solch strengen Maßstäben gemessen? Vielleicht lohnt es sich, in dieser Diskussion auch die Perspektive der betroffenen Person zu bedenken. Öffentliche Bewertungen können schnell verletzend wirken und Menschen entmutigen, sich künftig überhaupt noch zu engagieren. Wie muss sich ein junger Mensch fühlen, der öffentlich als „nicht tragbar“ eingestuft wird? Oepe Alaaf!

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment