„Aufstieg der Maschinen“: 1,1 Milliarden Euro zur Drohnenabwehr

<p>Eine israelische Kampfdrohne fliegt am Himmel über der Stadt Rafah im südlichen Gazastreifen.</p>
Eine israelische Kampfdrohne fliegt am Himmel über der Stadt Rafah im südlichen Gazastreifen. | Foto: picture alliance/dpa

Die Investitionen sollen über einen Zeitraum von bis zu zwölf Jahren erfolgen. Ziel ist der Aufbau einer umfassenden Verteidigungsstrategie gegen Drohnen. Die Ausschreibung für das Projekt soll nach derzeitiger Planung Anfang 2027 abgeschlossen werden.

Hintergrund ist die wachsende Bedeutung unbemannter Fluggeräte in modernen Konflikten. Der Krieg in der Ukraine zeigt seit 2022, wie stark Drohnen das Geschehen auf dem Schlachtfeld prägen. Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) spricht von einem „Aufstieg der Maschinen“. Auch Belgien gilt als anfällig für Drohnenangriffe. Im Herbst 2025 sorgten mehrere verdächtige Überflüge für Aufmerksamkeit. Besonders gefährdet sind kritische Infrastrukturen wie Flughäfen, Kasernen oder Industrieanlagen.

Das Militär hat bereits erste Maßnahmen ergriffen und unter anderem einen General für Drohnenfragen eingesetzt. Zudem wurde ein Paket zur Drohnenabwehr im Wert von 50 Millionen Euro angeschafft. Dazu gehören Störsender und Abfangdrohnen. Künftig sollen belgische Rüstungs- und Technologieunternehmen stärker eingebunden werden. (belga/svm)

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