Lediglich in der Provinz Hennegau sind noch vereinzelt leichte Störungen möglich. Die meisten Fahrten würden jedoch planmäßig durchgeführt, teilte das Unternehmen mit. Fahrgäste werden gebeten, vorab die Website oder die App von TEC zu konsultieren.
Besonders angespannt war die Lage zuletzt im TEC-Bezirk Lüttich-Verviers, zu dem auch das Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft gehört. Dort hatten die Gewerkschaften seit dem 26. Januar in einer gemeinsamen Front die Arbeit niedergelegt. „Die am Montag, 26. Januar, begonnene Streikbewegung ist am Dienstag nach dem Generalstreik zu Ende gegangen“, erklärte Isabelle Tasset, TEC-Sprecherin des Bezirks Lüttich-Verviers.
Ab Mittwoch verkehren somit wieder sämtliche Busse, Straßenbahnen und auch der sogenannte Busway.
Der Ausstand richtete sich gegen Sparmaßnahmen, die die wallonische Regionalregierung im Rahmen der Neuverhandlung des öffentlichen Dienstleistungsvertrags vom Verkehrsbetrieb OTW verlangt. Die Gewerkschaften werfen der Politik vor, Einsparungen einseitig auf dem Rücken der Beschäftigten durchsetzen zu wollen.
„Fast drei Millionen Euro will der Verkehrsminister jetzt bei uns einsparen. Das können und wollen wir nicht einfach so hinnehmen. Immer trifft es nur die kleinen Leute“, hatte Gewerkschafter Jimmy Lenaerts zu Beginn der Streikaktion gegenüber dem GrenzEcho erklärt. Nach Angaben der Arbeitnehmervertreter stehen bis 2029 sogar Kürzungen in Höhe von insgesamt 20 Millionen Euro im Raum. Für viele Busfahrer geht es dabei um mehr als nur Zahlen. Sie fürchten um Rechte, die über Jahre hinweg erkämpft wurden – darunter Regelungen zur Frühverrentung, Ausgleichszahlungen im Krankheitsfall, verlässliche Dienstpläne, Arbeitsbedingungen, Mahlzeitschecks und angemessene Löhne.
Nach gut zwei Wochen wurde der Streik nun offiziell beendet. Ob sich der Ausstand gelohnt habe? Jimmy Lenaerts zog am Montag auf GrenzEcho-Nachfrage ein positives Fazit. Zwar seien nicht alle Streitpunkte geklärt, doch habe der Protest Wirkung gezeigt. „Wir haben erreicht, dass die angekündigten Sparmaßnahmen erst einmal eingefroren werden und nun in den nächsten Monaten Schritt für Schritt über jeden einzelnen Punkt mit der Direktion verhandelt wird“, betonte er. Damit seien die Probleme zwar nicht vom Tisch, aber zumindest würden sie nicht – wie zunächst befürchtet – ohne vorherige Gespräche umgesetzt. „Wir geben jetzt dem Dialog eine Chance“, so der CGSLB-Vertreter. (belga/calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren