Durch den ersten Sieg im neuen Jahr verkürzt die AS Eupen den Rückstand auf die Top 6 zunächst wieder auf fünf Punkte, muss aber noch die Resultate der Konkurrenz abwarten. Am Karnevalswochende ist die AS Eupen nicht im Einsatz. Am 21. Februar treffen die Ostbelgier dann im eigenen Stadion auf Francs-Borains.
Etwas mehr als eine Woche nach dem schwachen 0:2 gegen Jong Genk baute AS-Coach Bruno Pinheiro auf drei Positionen um: Van Genechten rückte für Plastun in die Defensive, Bitumazala spielte für den gesperrten Nuhu, Caliskan ersetzte an seinem 21. Geburtstag den verletzten Delaurier-Chaubet. Auf den Rängen gab es schon vor Anpfiff ein deutliches Signal der Fans in Richtung Mannschaft – große Teile der Tribüne in Richtung Frankendelle blieben als Reaktion auf die Leistungs- und Ergebniskrise der vergangenen Wochen leer. „45 Minuten Zeit für eine Reaktion auf dem Platz“ und „Keine Angst! Kopf hoch, Brust raus“, waren auf einem Banner zu lesen.

Vor 1.600 Zuschauern gab der Eupener Karnevalsprinz Patrick I. den Anstoß – mit ihm übernahm der Tabellenzweite aus Kortrijk prompt die Kontrolle. Mit deutlich mehr Ballbesitz erspielten sich die Gäste um Ex-AS-Kapitän Boris Lambert – bis auf einen gefährlichen Kopfball von Van Landschoot, der über das Tor ging – jedoch kaum klare Gelegenheiten. Eupen konnte dabei nur bedingt für Entlastung sorgen, stand dafür aber in der Defensive relativ gut. Unter anderem Innenverteidiger Bokadi entschied zahlreiche wichtige Zweikämpfe für sich – genau wie ihm unterliefen aber auch einigen Mitspielern zunächst zu viele Fehlpässe und Ungenauigkeiten.

So blieb Kortrijk am Drücker, und die Defensive der AS Eupen weiter im Fokus: Van Landschoot prüfte Hiller im Tor mit einem guten Schuss (18.). Über Kikas und Caliskan fuhr Eupen kurz darauf einen der ersten guten Angriffe – peu à peu kämpften sich die „Pandas“ bei herrlichem Wetter in das Duell mit dem Aufstiegskandidaten. Nach etwas mehr als einer halben Stunde konnte Caliskan eine Hereingabe im Kortrijker Strafraum nicht richtig kontrollieren, kurz darauf wurde Eupen nach einem Freistoß von Gavory gefährlich: Van Genechten köpfte den Ball vom zweiten Pfosten aus zurück in den Strafraum, wo kein AS-Spieler den Fuß entscheidend an die Kugel bekam. Stattdessen wurde Kortrijk-Torwart De Vlaeminck am Kopf getroffen.

Kurz vor der Pause holte Caliskan clever einen Foulelfmeter heraus, als er den Kontakt zu Torwart De Vlaeminck suchte. Möhwald verwandelte mit seinem ersten Saisontor sicher zur 1:0-Führung. Aus der Kabine kam Eupen mit einer Veränderung: Für den verletzten Bitumazala kam Neuzugang Mashaal auf seine ersten Minuten im AS-Trikot. Währenddessen beendeten auch die AS-Fans bzw. Ultras ihren Stimmungsboykott und kehrten auf die Stehtribüne zurück.

Kurz nach Wiederanpfiff mussten die Schwarz-Weißen erneut wechseln: Nach einer guten Aktion wurde der wohl angeschlagene Caliskan durch Zague ersetzt, damit standen erstmals alle drei Winter-Neuzugänge der AS Eupen gemeinsam auf dem Platz. Auch dadurch sorgte Eupen für einen ausgeglichenen Start in die zweiten 45 Minuten, auch im Spiel nach vorn waren die nun sichtlich besseren Ostbelgier aktiver. Klare Torchancen waren auf beiden Seiten selten, auch bei Eupen ging viel über Kampf und Laufbereitschaft.

In der Schlussphase drängte Kortrijk etwas mehr auf das 1:1, Eupen reagierte mit einem Doppelwechsel: Müller und Kennedy kamen für Barès und Torschütze Möhwald, kurz darauf wurde Verteidiger Van Genechten durch Angreifer Kasper ersetzt. Auch, weil etwa Neuzugang Zague einen starken Eindruck hinterließ, behielt ein kämpfendes Eupen drei ganz wichtige Punkte am Kehrweg – die „Pandas“ atmen auf.
Namen & Fakten
AS Eupen: Hiller - Van Genechten (86. Kasper), Bokadi, Paeshuyse, Gavory - Keita, Möhwald (83. Müller), Caliskan (52. Zague), Barès (83. Kennedy) - Bitumazala (46. Mashaal), Kikas
Tor: 1:0 Möhwald (40., Foulelfmeter)

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