Am Samstag hielt sich der 55-Jährige auf der 13. und letzten Etappe über 105 gewertete Kilometer rund um Yanbu schadlos. Ein Platz im hinteren Feld genügte dem Dacia-Piloten auf der relativ kurzen Strecke zum Triumph. Der letzte Tagessieg ging an den früheren DTM-Champion Mattias Ekström, der in diesem Jahr drei Etappen sowie den Prolog gewann, insgesamt aber nicht die Konstanz von Al-Attiyah erreichte. In der Gesamtwertung belegte Ekström Rang drei (+14:33 Minuten) hinter Al-Attiyah und dem Spanier Nani Roma (+9:42). Al-Attiyah rückte mit seinem sechsten Gesamtsieg (2011, 2015, 2019, 2022, 2023, 2026) zudem näher an den Rekordhalter Stéphane Peterhansel heran, der die Auto-Wertung achtmal gewann. Dessen Gesamtbilanz bleibt jedoch außergewöhnlich: Vor seinen Auto-Erfolgen hatte er bereits sechsmal die Motorrad-Wertung gewonnen.
Riesenerfolg für Fabian Lurquin
Mit Blick auf die Etappensiege stellte Al-Attiyah die Bestmarke allerdings bereits in diesem Jahr ein. Seit seinem Erfolg auf dem vorletzten Abschnitt am Freitag kommt er – wie Peterhansel und der Finne Ari Vatanen – auf 50 Tagessiege. Am Samstag musste der Favorit nichts mehr riskieren und brachte das Auto sicher ins Ziel. Aus belgischer Sicht besonders bemerkenswert: Al-Attiyah gewann die Dakar gemeinsam mit seinem belgischen Co-Piloten Fabian Lurquin. Für den 50-Jährigen ist es der erste Gesamtsieg bei der Rallye Dakar – nach zweiten Plätzen in den Jahren 2022 und 2023 sowie Rang drei 2024 an der Seite von Sébastien Loeb. Lurquin ist damit der erste belgische Copilot, der die Auto-Wertung der Dakar gewinnt. Zuvor war Jacky Ickx 1983 als Fahrer erfolgreich gewesen. Als Titelverteidiger waren Yazeed Al-Rajhi und sein deutscher Beifahrer Timo Gottschalk angetreten. Das Toyota-Duo musste jedoch nach mehreren Rückschlägen bereits auf der vierten Etappe aufgeben. Bei der 48. Auflage der Rallye Dakar, die seit 2008 nicht mehr in Afrika ausgetragen wird, ging es über rund 8.000 Kilometer durch anspruchsvolle Landschaften in Saudi-Arabien. Auf 13 Etappen wurden knapp 4900 Kilometer auf Zeit gefahren. Start und Ziel lagen im Küstenort Yanbu am Roten Meer. (belga/dpa/sc)

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