Ekström bestätigte damit einmal mehr seine starke Form im diesjährigen Wüstenklassiker. Hinter ihm belegte der Portugiese João Ferreira (Toyota) mit einem Rückstand von 4:27 Minuten Rang zwei, gefolgt vom Amerikaner Mitch Guthrie (Ford), der 4:55 Minuten einbüßte.
An der Spitze der Gesamtwertung bleibt weiterhin das Duo Nasser Al Attiyah und Fabian Lurquin im Dacia. Obwohl sie auf der Tagesetappe nur Elfte wurden und über sieben Minuten verloren, konnten sie ihre Führung verteidigen. Zwischenzeitlich sah es allerdings so aus, als könnte der Südafrikaner Henk Lategan (Toyota) die Gesamtspitze übernehmen. Der Toyota-Pilot war auf Kurs zu einem Doppelerfolg – doch ein technischer Defekt in der Schlussphase der Etappe bremste ihn aus und kostete wertvolle Zeit.

Al-Attiyah zeigte sich nach dem Rennen zufrieden. „Man darf sich keine Fehler erlauben – die bezahlt man hier sofort“, erklärte der Katarer. „Mattias Ekström hat es gut gemacht. Er startete hinter uns, muss aber morgen die Strecke eröffnen. Wir hingegen haben den ganzen Tag ohne Orientierungspunkte navigiert. Fabian hat dabei einen hervorragenden Job gemacht. Ich bin wirklich glücklich, vor allem weil wir uns für morgen eine gute Startposition gesichert haben. So können wir Zeit gutmachen und die richtige Strategie für die Marathonetappe entwickeln, die am Dienstag beginnt“, so Al-Attiyah.
Auch Fabian Lurquin zog ein positives Fazit. Der Belgier blieb in der schwierigen Navigation fehlerfrei – trotz kaum vorhandener Spuren anderer Fahrzeuge. „Wir hatten nicht viele Motorräder vor uns, an denen wir uns orientieren konnten. Die Zusammenarbeit mit Nasser war sehr gut. Unser Ziel war es, zügig zu fahren, ohne unnötige Risiken einzugehen, und das Auto heil ins Ziel zu bringen“, erklärte Lurquin.
Seit Beginn der Dakar habe sich der Dacia als sehr zuverlässig erwiesen. „Wir haben heute etwas Zeit verloren, aber das bringt uns für morgen in eine gute Ausgangsposition. Dann können wir voll angreifen“, so der Co-Pilot.
Im Gesamtklassement liegt Al Attiyah nun 4:47 Minuten vor Tagessieger Ekström, der auf Rang zwei vorgerückt ist. Lategan rutschte auf Platz vier zurück und hat 7:21 Minuten Rückstand. Dazwischen schob sich der Spanier Nani Roma auf Rang drei, nachdem ihm die FIA eine frühere Zeitstrafe von 1:10 Minuten aberkannt hatte. Der ebenfalls spanische Routinier Carlos Sainz komplettiert die Top fünf – in einem Feld, in dem sich gleich drei Ford-Fahrzeuge mit einer Dacia und einem Toyota mischen.
Der Belgier Guillaume de Mevius (MINI) kam inoffiziell unter den ersten 20 ins Ziel und lag 11:13 Minuten hinter Ekström.
Neben der Wertungsprüfung mussten die Fahrer am Sonntag zusätzlich 418 Kilometer Verbindungsetappe bewältigen. Am Montag wartet mit der achten Etappe die längste Spezialprüfung dieser Dakar-Ausgabe: 481 Kilometer auf Zeit sowie 236 Kilometer Verbindung rund um Wadi Ad Dawasir. Das große Finale der Rallye ist für Samstag in Yanbu geplant.
Belgier Martiny setzt auf Sicherheit und hält Podestkurs
Der belgische Motorradfahrer Jérôme Martiny hat auf der siebten Etappe der Rallye Dakar einen vorsichtigen Kurs eingeschlagen. Der Honda-Pilot erreichte das Ziel am Sonntag mit einem Rückstand von 35:55 Minuten auf den Tagessieger Luciano Benavides (Argentinien/KTM), nach einer 459 Kilometer langen Wertungsprüfung zwischen Riad und Wadi Ad Dawasir in Saudi-Arabien.

Martiny, der einzige Belgier im Motorradfeld, landete vorläufig auf Rang 27 der Gesamtwertung der Etappe. In der Klasse der Fahrer ohne Assistenz („Original by Motul“) liegt er weiterhin gut im Rennen: Dort belegt der Belgier den dritten Gesamtrang und ist insgesamt 24. im Klassement. Sein Rückstand beträgt 13:51 Minuten auf den Franzosen Benjamin Melot (KTM) sowie 11:01 Minuten auf den Spanier Josep Pedro (Husqvarna), der in dieser Kategorie derzeit das Tempo vorgibt.
Trotz der soliden Platzierung wirkte Martiny nach dem Rennen deutlich nüchterner als an den Tagen zuvor. „Das war kein außergewöhnlicher Tag“, erklärte er offen. „Heute brauchte man mehrere Dinge: vor allem Leistung – und die hatte ich nicht. Man musste auch mutig sein und Risiken eingehen, aber ich wollte nicht unvorsichtig werden. Deshalb war es insgesamt nicht wirklich optimal.“
Für den Belgier stand vor allem die Sicherheit im Vordergrund. „Das Wichtigste ist, dass ich gesund im Ziel angekommen bin“, betonte Martiny. „Wir werden versuchen, so weiterzumachen und unsere Position zu halten. Wenn wir am Ende auf dem Podium bleiben, wäre das schon ein sehr gutes Ergebnis.“ (belga/calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren