Der erst 23-jährige Semirunniy, gebürtig aus Russland und seit zwei Jahren eingebürgert, stellte mit 6:11,13 Minuten sogar einen neuen Bahnrekord auf. Silber ging an den Italiener Riccardo Lorello (+3,36 Sekunden), Bronze an dessen Landsmann Davide Ghiotto (+5,87 Sekunden).
Zuvor hatte am Samstag bereits Fran Vanhoutte für ein solides Ergebnis gesorgt. Der 22-Jährige belegte im 500-Meter-Rennen den neunten Platz. Gemeinsam mit Isabelle Van Elst und Sandrine Tas hatte er am Vortag Silber im Teamsprint für Belgien gewonnen. Die polnische Mannschaft war 5,58 Sekunden schneller und sicherte sich Gold (1:27,07 Minuten). Bronze ging an Deutschland (1:34,526 Minuten).

Für einen weiteren Höhepunkt aus belgischer Sicht sorgte anschließend Sandrine Tas, die über 3.000 Meter die erste EM-Medaille einer Belgierin im Einzel gewann – ein historischer Erfolg für den belgischen Fraueneisschnelllauf. Die 30-jährige aus Ostende musste sich mit einer Zeit von 4:05,266 Minuten nur der Norwegerin Ragne Wiklund geschlagen geben, die mit einer Zeit von 4:00,548 Minuten siegte. Bronze ging an die Niederländerin Sanne in ’t Hof (4:05,913 Minuten).
Weniger Glück hatte dagegen Isabelle Van Elst. Die Belgierin stürzte in ihrem Lauf über 1.500 Meter und konnte das Rennen nicht beenden. Der Europameistertitel ging hier an die Norwegerin Ragne Wiklund, vor der Tschechin Nikola Zdrahalova und der Niederländerin Chloé Hoogendoorn.
Für Bart Swings richtet sich der Blick nun auf den Sonntag. Dann steht der Massenstart auf dem Programm – eine seiner Paradedisziplinen. Der Olympiasieger von Peking gewann in dieser Disziplin bei den vergangenen Europameisterschaften jeweils die Goldmedaille und zählt auch diesmal zu den Favoriten. (belga/calü)

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